über die Marathon-Übertragung
04/13/2014

Erschöpft

von Guido Tartarotti

Marathon im Fernsehen ist definitiv keine Werbung fürs Laufen.

Guido Tartarotti | über die Marathon-Übertragung

Marathon im Fernsehen ist anstrengend. Stunde um Stunde sieht man laufende Läufer und schwitzende Schwitzer durch Wien eilen, am Ende übergibt sich der Sieger im Ziel und man kriegt eine Zeitlupenwiederholung. Wenn die Übertragung dann irgendwann aus ist, ist man allein vom Zuschauen so gerädert, dass man sich umgehend aufs Sofa legen will, was aber leider nicht geht, weil man eh schon seit Stunden dort liegt.

Marathon im Fernsehen ist definitiv keine Werbung fürs Laufen, so wie auch Oper im Fernsehen keine Werbung dafür ist, selbst den Rigoletto zu singen, und "Wetten, dass ..?" keine Werbung dafür ist, selber mithilfe eines Baggers einen Knopf anzunähen, und "Tatort" keine Werbung dafür ist, selbst einen Mord zu begehen. Es sieht einfach zu anstrengend aus.

Nach der Marathon-Übertragung mussten wir erst ein paar Stunden ruhen, ehe wir uns zu unserer Laufrunde motivieren konnten.

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