Die Grenzen fließen

Das Finale von Harald Schmidt beim Bezahlsender Sky war nicht nur den Kunden des Abo-Unternehmens vorbehalten, sondern auch Interessierten ohne entsprechenden Anschluss. Sky schenkte Dirty Harry als Schlussgag nämlich ganz her und strahlte das Grande Finale auf YouTube aus.

Ein Tabubruch? Eigentlich nicht. Denn das Gratis-Verschleudern von Inhalten gehört für uns Konsumenten schon seit Jahren zum täglichen Medien-Mix. Seit YouTube seinen großen Durchbruch feierte, ist es auch im TV-Bereich normal, dass Gags von Comedians, mehr oder weniger vollständige Sendungsmitschnitte oder Highlights aus den Archiven auch im Web abgerufen werden.

Die Fernsehsender haben zugegebenermaßen relativ wenig davon, weil sie weder Werbesekunden noch andere Gebühren verrechnen können. Für uns Seher ist es aber mittlerweile einerlei, wo wie was läuft. Damit ist das Ende von Harald Schmidt als Gratisware eines Bezahlsenders eigentlich nur logisch: Die Grenzen fließen.

(KURIER) Erstellt am
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