Harald Schume

© jürg christandl

Meinung Kolumnen Im Bild
09/30/2012

Außer Rand & Bänder

Die Armbänder von Gerhard Dörfler sind möglicherweise Freundschaftsbänder. Kann ein Politiker so viele Freunde haben?

von Harald Schume

Möglich, dass die vielen bunten Bänder am Handgelenk des Gerhard Dörfler den guten Zweck symbolisieren sollen: Wider die Gewalt gegen Frauen, Aids-Hilfe, SOS Kinderdorf. Woher soll es der baffe Zuschauer der ORF-Pressestunde wissen?

Möglich, dass es sich um Freundschaftsbänder handelt. Kann ein Politiker so viele Freunde haben?

Möglich, dass Gerhard Dörfler die bunten Bänder beim Peruaner seines Vertrauens in Viktring erworben hat – sofern der Peruaner eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für das Bundesland Kärnten hat.

Unmöglich eigentlich, dass ein 57-jähriger, wahlberechtigter Mann, der nicht Bruce Springsteen oder Mick Jagger heißt und den viele wählen, zu diesen bunten Bändern am Handgelenk auch noch Sakko und Krawatte trägt, um Seriosität vorzutäuschen.

"Ich werde medial vorverurteilt", sagt der bedauernswerte Landeshauptmann. Und, adressiert an die Interviewerin: "Sie sind so stürmisch. Das ist zwar gut, wenn Kärntner Frauen stürmisch sind, aber ..."

Dazwischen versucht er, g’scheit dreinzuschauen und sein schönes Bundesland noch schöner zu reden, mit seinen bunten Bändern am Handgelenk, die hoffentlich den guten Zweck symbolisieren.

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