über Kim Jong-uns Friseur
04/18/2014

Schnittfolgen

von Karl Hohenlohe

Andere behaupteten, er hätte Angst, er selbst verwies jedoch auf das große Glücksgefühl, das ihn dauerhaft erschaudern ließe.

Karl Hohenlohe | über Kim Jong-uns Friseur

Schon in der Früh hat der Coiffeur von Kim Jong-un stark gezittert.

Andere behaupteten, er hätte Angst, er selbst verwies jedoch auf das große Glücksgefühl, das ihn dauerhaft erschaudern ließe.

Kein Wunder, schließlich schneidet man nicht alle Tage einem verhaltensauffälligen Staatenlenker die Haare.

Kim Jong-un ist allwissend, grundgütig und wahnsinnig schön, aber er neigt zu Wutausbrüchen.

Plötzlich brandet Applaus vor dem Friseurgeschäft auf, der sich zu einem Orkan steigert. Die Leute weinen vor Glück, werfen sich auf den Boden und sind trunken von dem Eindruck, den das vorbeigehende, dickliche Kind auf sie gemacht hat. Viele von den gebückten Menschen am Boden zittern, nein, nicht vor Angst, man nennt es Happiness.

Schon hat Kim Jong-un das kleine Podest, das ihm beim Aufstieg zum Friseurstuhl behilflich ist, verlassen und wartet.

Er schaut zu seinem bebenden Friseur und ruft: "Die zitternde Maus soll endlich anfangen!"

Ja, Humor hat er. Der Adjutant, sein Stellvertreter, der Polizeiminister und bald die gesamte Leibgarde können sich vor Lachen kaum mehr halten und Kim Jong-un ist glücklich.

Der Friseur teilt das schwarze Haar zum Poposcheitel, rasiert die Schläfen weit über die Ohren und fertig.

Im Westen wird man von einem "Bad Hair Day" schreiben, aber was kümmert es Kim Jong-un, der seinem Coiffeur gefällig auf die Schulter schlägt und überlegt, ihn mit sofortiger Wirkung zum Vizewirtschaftsminister zu machen.

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