über Hansi Hinterseer
02/08/2014

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von Karl Hohenlohe

Hans, respektive Johannes Hinterseer, schmerzt in den Ohren.

Karl Hohenlohe | über Hansi Hinterseer

Nun feierte der Skifahrer a. D., Kommentator und Schlagerinterpret Hansi Hinterseer den 60. Geburtstag.

Vielleicht hat er das erste Mal darüber nachgedacht, Johannes Hinterseer auf die CD-Hüllen drucken zu lassen.

Ich würde es bedauern.

Man schätzt große Männer, die sich kleiner machen und ihrem Tun etwas Unschuldiges beifügen.

Sammy Davis junior beispielsweise, von dessen Vater man so gut wie gar nichts gehört hat, Pezi, der Spezi von Kasperl, oder Bubi Bradl, der das erste Mal in der Geschichte der Skifliegerei über 100 Meter schwebte.

Hans, respektive Johannes Hinterseer, schmerzt in den Ohren, es klingt wie Heinzi Fischer, Theo Adorno, Conny Lorenz und Kaiser Franzi Josef zusammen. Es wäre die Schändung eines Markennamens, die Schur von Pelzstiefeln, graue Schläfen, der Anfang vom Ende der volkstümlichen Schlagermusik.

Ich kann mich ja noch gut an die Zeit erinnern, als man über Herrn Hansi Hinterseers Sangeskünste lachte und ihm zuerst sein Äußeres, dann sein Bankkonto neidete.

Heute ist Herr Hinterseer anerkannt und die Anhängerinnen und Anhänger der Schlagermusik liegen ihm zu Füßen.

Der Begriff „Schlagermusik“ ist den Fans übrigens fremd, sie sprechen diesbezüglich ausschließlich von der „Schlagermusi“, was ja das Ganze, ähnlich wie wir es von Hansi Hinterseer kennen, mit etwas Gemütlichem, Unschuldigem, Kindlichem und daher nicht einhundert Prozent Ernst-zu-Nehmendem beizt.

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