Ges.m.b.H.: DÖF

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Meinung Kolumnen GesMBH
09/17/2012

Brauenmeister

Ges.m.b.H: Karl Hohenlohe über das Erkennungszeichen des Herrn Steidl.

von Karl Hohenlohe

Mit allergrößtem Interesse sehen wir den verschiedenen Auftritten Herrn Steidls entgegen.

Allein schon des Vornamens Dorian wegen.

Er ruft uns Oscar Wilde in Erinnerung und seinen einzigen Roman, der die ehrfürchtige Anbetung der Dekadenz genau so in sich birgt, wie deren schroffe Ablehnung.

Auch Herr Dorian Steidl ist sehr schön anzusehen, früher sagte man bei solchen Männern, die Frauenherzen fliegen ihnen zu, aber die Zeit des Schwärmens ist vorbei.

Es gibt keine Backfische mehr, keine Autogramm-Alben und wer das Poster seines Lieblingsidols im Schlafzimmer, neben den Pferdebildern aufhängt, wird es nicht leicht im Leben haben.

Der Anblick von Herrn Dorian Steidl löst also jedes mal eine Kette von Assoziationen aus, vor allem die berechtigte Frage:

Wird er oder wird er nicht?

Was?

Wird er die Augenbraue heben oder dort belassen, wo sie hingehört?

Gemeinhin lüpft Dorian Steidl immer irgendwann die Braue, blickt zu seinem Publikum und erntet stillen Beifall.

Es ist sein Erkennungszeichen, und wenn er so weitermacht, wird es einmal sein Merkmal sein.

Jedoch, ich möchte ihn warnen, wenn er hinkünftig vor sein Publikum tritt und die Augenbraue einmal unten vergisst, wird man ungehalten und unsicher, ob er es auch wirklich ist. Man wird ihn mit überreifen Birnen bewerfen und Peter Rapp in seine Fußstapfen steigen.

Ich empfehle also, das Augenspiel zu überdenken, der Karriere wegen und weil es manche seiner treuesten Fans vielleicht schon ein ganz klein wenig nervt.

Einladungen, Beschwerden, Hinweise:office(at)hohenlohe.at

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