Kirchenreform
11/04/2014

Altersweisheit

von Karl Hohenlohe

Dann wurde es amtlich, die Mehrheit wünscht keine Veränderung ...

Karl Hohenlohe | Kirchenreform

Kürzlich berieten die berühmtesten Vertreter der katholischen Kirche, wie es denn nun weitergehen solle.

Ob man die Homosexuellen genau so wie alle anderen achten soll, ob die Wiederverheirateten zur Kommunion gehen dürfen, usw. usw. Noch während man beratschlagte, meldeten sich allerlei Prominente aus den verschiedensten Lagern zu Wort. Rasch waren die zwei Gruppen auszumachen, die sich seit Jahrhunderten nicht einig werden können.

Hier die fortschrittlichere Fraktion, die sich eine Öffnung der starren Haltung wünscht, da die Vertreter des konservativen Flügels. Ständig wurde den Anhängern beider Lager der Mund wässrig gemacht, alles neu gegen alles beim Alten.

Dann wurde es amtlich, die Mehrheit wünscht keine Veränderung.

Dies ließ umgehend Erinnerungen an Leo XIII. aufkommen, der, so glaube ich mich erinnern zu können, im 93. Lebensjahr das Zeitliche segnete.

Es war also wahrscheinlich an seinem 92. Geburtstag, als der Papst gerade aus der Sixtinischen Kapelle kam und auf dem Weg in sein Arbeitszimmer Hochwürden P. begegnete.

Was Hochwürden P. mit Leo XIII. verband, war nicht nur die ähnliche Profession, sondern auch das hohe Alter.

P. grüßte höflich und begann umgehend, dem heiligen Vater zum Geburtstag zu gratulieren.

Der Papst: "Wir beide spüren nichts von unserem hohen Alter." Hochwürden P.: "Wir nicht, aber die anderen."

Besser kann man die aktuelle Situation rund um Franziskus nicht beschreiben.

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