Zeichensetzung

Ein Fußballer und seine Kollegen eines Vereins von Welt haben ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Nun müssen auch Politik und Sportverband agieren.

Wenn es nochmals so offensichtliche Botschaften gibt, müssen der Trainer und die Spieler geschlossen ein Zeichen setzen und nicht mehr weiterspielen. Einfach abtreten! Das wäre ein Zeichen, das europaweit anerkannt werden würde.“ Vor zweieinhalb Jahren hatte der damalige Austria-Trainer Karl Daxbacher im KURIER-Interview klare Worte gefunden gegen neonazistische Fans.

Nun haben AC Milan und Kevin-Prince Boateng ein solches Zeichen gegen Rassismus gesetzt (mehr dazu hier). Ein solches Zeichen kann aber nur nachhaltig sein, wenn Politik und Sportverbände die Spieler nicht im Regen stehen lassen, sondern ebenfalls klar Position beziehen und auch durchgreifen.

Aber vor allem die Politiker müssen glaubwürdig sein. Milan-Boss Berlusconi garantiert, dass sein Team sich in einem entsprechenden Fall wieder so verhalten werde. Jener Berlusconi, der als Ministerpräsident zum Beispiel in aller Öffentlichkeit vermeintliche Witze über Juden und Konzentrationslager gemacht hat.

Die Regionalpräsidentin der Region Latium zeigte im Stadion den "Saluto Romano". Der Mussolini-Gruß war auch eine Spezialität des ehemaligen Lazio-Profis Paolo di Canio.Der bekennende Faschist bekam dafür 10.000 Euro Strafe. Was für ein Zeichen!

(KURIER) Erstellt am
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