über ein Spalier für Meister Salzburg
03/26/2014

Respekt

von Wolfgang Winheim

Die Austria-Spieler hingegen werden über ihre Schatten springen

Wolfgang Winheim | über ein Spalier für Meister Salzburg

Austrias Meistertrainer Peter Stöger, der jetzt mit Köln auch in der zweiten deutschen Liga an erster Stelle steht, war in der letzten Wiener Erfolgssaison nur eine kleine Schwäche anzulasten: Als er seine Kicker vor Anpfiff in Salzburg mit dem Meisterteller triumphierend herumrennen und damit Gegner und Fans provozieren ließ. Am Mittwoch ist die Situation umgekehrt. Am Mittwoch kommen die Salzburger als Meister nach Wien. Und sie werden so klug sein, das die Gastgeber nicht schon beim Aufwärmen mit eindeutig zweideutigen Gesten spüren zu lassen. Ein g’sundes Häkerl kommt in humorbefreiten Zeiten wie diesen nicht gut an. Zumal auf den Tribünen gegenüber den Roten Bullen allein schon wegen des Geldes mehr Vorurteil als Respekt besteht.

Die Austria-Spieler hingegen werden über ihre Schatten springen. Und der neuen Meisterelf, die in der Europa League zum Wohl des österreichischen Klubfußballs für die Gesamtwertung so viele Punkte sammelte, applaudierend Spalier stehen. So wie das in Spanien ungeschriebenes Gesetz ist. Selbst die Barcelona-Stars hatten in der Vergangenheit den Rivalen von Real (bzw. umgekehrt) für deren Titelgewinn habtacht stehend Beifall bekundet.

In der Austria-Chefetage fühlte man sich nicht zum Nachahmen verpflichtet. Bis sie Kapitän Ortlechner umstimmte und entschied: Vor Anpfiff wird zu Salzburgs Ehren Haltung angenommen und geklatscht. Dafür gebührt auch Ortlechner Applaus.

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