über den Österreich-GP
07/07/2017

Zwischen Idyll und Innovation

von Philipp Albrechtsberger

Innovation mit Tradition zu verbinden und dabei als Sportart relevant zu bleiben, ist ein Kunststück.

Philipp Albrechtsberger | über den Österreich-GP

Zum vierten Mal gastiert die Formel 1 heuer auf dem neuen Red-Bull-Ring. Die Renngemeinde hat sich mittlerweile längst gewöhnt an das obersteirische Idyll, das manchmal gekünstelt, oft charmant, auf jeden Fall aber einzigartig ist im Rennjahr.

Wer zahlt, schafft an. Und das ist in diesem Fall zumindest nicht der Steuerzahler, sondern ein Unternehmen, dessen Wert von Jahr zu Jahr größer wird, das zeitgleich aber auch immer weniger greifbar erscheint. Die Grenzen zwischen Getränke-, Marketing-, Medien-, Veranstaltungs- und Sportfirma verschwimmen. Was in manchen gesellschaftspolitischen Bereichen durchaus problematisch sein kann, ist für eine Veranstaltung wie einen Formel-1-Grand-Prix ein Segen.

Kaum ein Rennen ist perfekter organisiert, aufwendiger gestaltet, komfortabler ausgestattet, fehlerfreier abgewickelt. Es passt damit ideal in die Formel-1-Neuzeit, an der so viele Langzeit-Fans etwas auszusetzen haben. Sie stört das Sterile, das Vorhersehbare, die Austauschbarkeit.

Innovation mit Tradition zu verbinden und dabei als Sportart relevant zu bleiben, ist ein Kunststück, das nur wenigen gelingt. Die Formel 1 bringt zumindest alle Voraussetzungen mit, um diesen Spagat zu schaffen.

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