über Francesco Totti
09/27/2016

Kurzsichtig

von Wolfgang Winheim

Wie sich die Zeiten ändern! Bei Totti scheinen sie stehen geblieben zu sein.

Wolfgang Winheim | über Francesco Totti

Drahtig wie ihn Mitspieler kennen, wird Francesco Totti auch am 20. Oktober in der Europa-League gegen die Wiener Austria einlaufen. 40 Jahre und 23 Tage, nachdem er in Rom auf die Welt kam. Damals, am 27.9.1976, lautete der Tabellenstand in der österreichischen Bundesliga: 1. SSW Innsbruck, 2. Sparkasse Salzburg, 3. VÖEST Linz, 4. Vienna, 5. Rapid Wienerberger.

Wie sich die Zeiten ändern! Bei Totti scheinen sie stehen geblieben zu sein. Drei Tage vor seinem heutigen 40-er schoss der mittelalterliche Römer sein 250. Liga-Tor.

Totti ist auch hinsichtlich Klubzugehörigkeit die Ausnahme von der Regel. So wie Trainer Arsène Wenger, der seit 20 Jahren Arsenal coacht. Für eine dermaßen große, von Fans geschätzte Vereinstreue, braucht’s auch Funktionäre mit Geduld. Eine Eigenschaft, die in Führungsetagen heute meist fehlt.

In Hamburg musste Trainer Labbadia nach dem 0:1 gegen Bayern gehen. Derselbe Labbadia, der den HSV vor dem Abstieg gerettet hatte. In Bremen wurde Trainer Skripnik wenige Wochen vor seinem Hinausschmiss noch das Vertrauen ausgesprochen. Und dass Rapid zuerst den Vertrag von Trainer Barisic verlängerte und dann dessen Abgang beschloss, war erst recht kein Zeichen für Weitblick.

Quer durch Fußball-Europa wird aus kostenintensiven Trainerrochaden nicht gelernt. Mit dem Geld, das Spaziergänger fürs unfreiwillige Nichtstun kassieren, ließen sich Hunderte Nachwuchsmannschaften finanzieren.

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