über Teamchef Marcel Koller
08/13/2013

Kein Vorspiel

von Bernhard Hanisch

Des Schweizers einzige Experimente sind in den Probeläufen gegen Wales und die Elfenbeinküste danebengegangen.

Bernhard Hanisch | über Teamchef Marcel Koller

Schon sehr schön, wenn man während einer WM-Qualifikation nur noch solche Sorgen hat. Wie jene der Deutschen, die sich fürchten, sie könnten in Brasilien 2014 kein g’scheites WM-Quartier bekommen. Die bereits darauf pochen, sowieso der WM-Favorit zu sein.

Und Österreich? Österreich schwitzt. Um Rang zwei. Und um eine genügend hohe Punkteanzahl, die eine Teilnahme am Play-off der Gruppenzweiten überhaupt ermöglichen würde. Der schlechteste Zweite der insgesamt neun Gruppen darf das bekanntlich nicht.

Das sind die Sorgen, die ein Nationalteam mit sich schleppt, das sich zwar im Aufwärtstrend befindet, aber auch das Glück bemühen muss, um an einer Großveranstaltung teilnehmen zu können.

Dabei wird Österreich bis auf das Auswärtsspiel in Deutschland alle restlichen Partien wahrscheinlich gewinnen müssen, um das Etappenziel zu erreichen.

Wird der Erfolg dem Gespür von Teamchef Marcel Koller weiter recht geben, der in seiner personellen Strategie auch Legionären ohne Spielpraxis vertraut?

Des Schweizers einzige Experimente sind in den Probeläufen gegen Wales und die Elfenbeinküste danebengegangen. Personelle Versuchsreihen sind jetzt kein Thema mehr. Weil es viel zu ernst geworden ist, das freundschaftliche Länderspiel gegen Griechenland. Kein bloßes Vorspiel jedenfalls vor den anspruchsvollen Nummern im heißen Herbst.

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