ĂŒber Roland Kirchler
08/18/2013

Ein erdiger Bursch

von Bernhard Hanisch

Fußball sei schließlich ein MĂ€nnersport, hat Roland Kirchler einmal gemeint.

Bernhard Hanisch | ĂŒber Roland Kirchler

Im Grunde könnten das hemdsÀrmlige Auftreten und die Tiroler Erdigkeit seiner Aussagen das Image vom Rockstar im durchwegs eher braven Kirchenchor der Bundesliga-Trainer nÀhren.

Fußball sei schließlich ein MĂ€nnersport, hat Roland Kirchler einmal gemeint. Als ein Spiel seiner Mannschaft wegen mĂ€nnlich dominierter DrohgebĂ€rden auf den RĂ€ngen, welches das noch blödsinnigere Bewerfen der Unparteiischen zur Folge hatte, zu Recht abgebrochen wurde. Na ja, zweifelhaft war Kirchlers Aussage, aber immerhin ein Aufreger.

Vier Spiele Sperre hat ihm die Rempelei gegen einen sogenannten Vierten Offiziellen am Spielfeldrand eingebracht. Ein (milde bestrafter) Fehler, den Kirchler nicht wirklich eingesehen hat. Okay, das zeugt von fehlender Erhabenheit, geht mit gutem Willen aber noch als emotional dominierter Körpereinsatz durch.

Zweifelsohne ĂŒbertrieben hat es Kirchler mit der SolidaritĂ€tskundgebung fĂŒr den gefeuerten Admira-Trainer Toni Polster im Sky-Interview. SinngemĂ€ĂŸ sei Polster, „eine Ikone“, in einigen Zeitungen richtiggehend „verarscht“ worden.

Wo bitte, und wie grauslich hat so etwas denn stattgefunden?

Erstens sollten alle Beteiligten froh sein, nicht in einer deutschen oder gar englischen Medienlandschaft groß geworden zu sein. Zweitens ist das Gesetz selbst in Österreich ĂŒberholt, wonach ein netter Mensch und verehrungswĂŒrdiger ehemaliger StĂŒrmerstar unbedingt ein großer Trainer sein muss.

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