Die ehrlichen Zweiten

67 Prozent der Profis verdienen in der Sky-Go-Liga weniger als 2500 Euro brutto monatlich

Wolfgang Winheim | über Verdienstmöglichkeiten im Fußball

Dienstag zwei Barcelona-Tore von WM-Dracula Suárez, Mittwoch erneut Champions League und am Donnerstag mit SalzburgVillarreal eine Europa-League-Partie, die schon in Spanien – zumindest vom Tempo her – Champions-League-Niveau besaß. In Anbetracht dieses Überangebots an hochkarätigem Fußball, wird, nein muss, die morgen beginnende Sky-Go-Liga im TV-Vergleich mickrig aussehen.

LASK gegen St. Pölten lautet der Auftaktschlager in der zweiten Leistungsstufe, die sich aus Imagegründen Erste Liga nennt. Doch es wäre zu billig, sich darüber lustig zu machen, ...

... dass in einem für 31 Millionen Euro renovierten und dennoch nicht mehr zeitgemäßen (Linzer) Stadion gekickt wird;

... dass der Meisterkandidat Liefering als Red-Bull-Satellit gar nicht aufsteigen will bzw. kann;

... und dass gleich zwei der zehn Klubs absteigen müssen.

All das wird sich bis zum Sportfreund ebenso wenig herumgesprochen haben, wie die Tatsache, dass die alte Wirtshaus-Weisheit "Sie rennen zu wenig und verdienen zu viel" nicht mehr stimmt.

67 Prozent der Profis verdienen in der Sky-Go-Liga weniger als 2500 Euro brutto monatlich , während ein, zwei Klassen tiefer mehr (weil teils an der Steuer vorbei) kassiert werden kann. Im Amateurbereich geht’s noch immer nicht ganz astrein zu. So ehrlich muss man sein. Die zweite Profi-Liga hingegen ist nicht populär, doch sie ist die ehrlichste im Land.

Erstellt am 26.02.2015