über den Umgang mit dem Wettskandal
11/28/2013

Ausgewachsener Skandal

von Bernhard Hanisch

Die Rolle der Überraschten nimmt man den Verantwortlichen einfach nicht ab

Bernhard Hanisch | über den Umgang mit dem Wettskandal

Sie war schon sehr – ähm – mutig, die vor ein paar Tagen getätigte Aussage von Hans Rinner, welcher bekanntlich Präsident der österreichischen Bundesliga ist. „In Summe dürfte es am Ende nicht so dramatisch ausgehen, wie viele glauben“, preschte er vor. Und beeilte sich mit der Feststellung, österreichische Schiebereien seien mit den erwachsenen Wett- und Manipulationsskandalen, veröffentlicht in „Bochum“ oder gar passiert bei „Juventus Turin“, eh’ nicht zu vergleichen.

Sinngemäß ein Fliegenschiss im Gegensatz zu dieser stinkenden Kloake, die vor Österreichs Grenzen ohnehin Halt macht. Besser: Halt zu machen hat.

Und es mutet im Nachhinein eigenartig an, dass Liga-Vorstand Georg Pangl es ganz normal findet, wenn er den mit der Materie befassten Staatsanwalt XY nicht persönlich kennt. Sollte er aber, ist er doch hauptverantwortlich für die Sauberkeit in seinem Betrieb. Ein Bemühen, das schließlich auch nach außen dokumentiert sein sollte. Sich auf die – fraglos – nicht immer durchschaubare Vorgangsweise der Justiz auszureden, sich auf die eigene Machtlosigkeit zu berufen, ist zu wenig.

Warum das so ist? Die Angst geht um, die Suche nach Sponsoren für das plötzlich arg zerzauste Produkt Fußball, für Österreichs Profiligen, könnte noch viel schwieriger werden. Das mag verständlich sein, doch die Rolle der Überraschten nimmt man den Verantwortlichen einfach nicht ab.

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