über Fußball-Legionäre
02/09/2016

Verschätzt

von Wolfgang Winheim

Österreichische Legionäre werden zum Beweis, wie Trainer irren können.

Wolfgang Winheim | über Fußball-Legionäre

Vom Überschussgut zu Publikumslieblingen. Österreichische Legionäre werden zum personifizierten Beweis, wie Trainer irren können.

Beispiel Christian Fuchs: Bei Schalke wurde der ÖFB -Teamkapitän von den (inzwischen abgelösten) Trainern Keller und di Matteo zum Notnagel degradiert. Derselbe Fuchs, der jetzt als Leistungsträger mit dem englischen Sensationsklub Leicester von der Spitze der Premiere League lächelt.

Beispiel Guido Burgstaller: Der Ex-Rapidler musste nach dessen Transfer zu Premier-League-Absteiger Cardiff City von einem neuen Trainer schon vorm ersten Training hören, dass er für einen Kaderplatz nicht in Betracht komme. Der selbe Burgstaller, der sich inzwischen als bester Angreifer des FC Nürnberg in den Fokus deutscher Spitzenklubs gedribbelt hat.

Beispiel Marc Janko: Der Teamstürmer hatte beim türkischen Mittelständler Trabzonspor monatelang nicht einmal mit der ersten Mannschaft trainieren dürfen. Derselbe Janko, der Österreich zur EM schoss und als FC Basel-Stürmer die Schweizer Torjägerliste anführt.

Dass Mitarbeiter von Vorgesetzten unterschätzt werden, kommt auch in ungleich schlechter bezahlten Berufen vor. Nur gesellt sich in der Fußball-Branche ein übler Verdacht hinzu. Wenn nämlich Trainer ein Nahverhältnis mit einer Spieleragentur verbindet. Und dann zufällig der Kicker regelmäßig übergangen wird, der einen anderen Manager hat.

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