über österreichischen Fußball
02/15/2016

Kein Massenphänomen

von Philipp Albrechtsberger

Der Volkssport Fußball taugt in Österreich trotz EM-Euphorie nicht zum Massenphänomen.

Philipp Albrechtsberger | über österreichischen Fußball

Beste Werbung bot dieses 316. Wiener Fußball-Derby. Die Bundesliga und die Austria durften sich noch dazu über ein volles Haus freuen. Zum allerersten Mal in dieser Saison gab’s kein freies Platzerl mehr in der Generali-Arena – ein Stadion, das eher in Mattersburg stehen sollte als in der zweitgrößten deutschsprachigen Stadt der Welt.

Um die nun aufkeimende, grün-weiße Schadenfreude rasch einzudämmen: Der etwas größere – oder genauer: der etwas weniger kleine – Stadtrivale konnte in Derby-Zeiten zwar das Hanappi-Stadion füllen, spielt im Ausweichquartier im Prater aber auch allzu oft vor überschaubarer Kulisse. Selbst das neue Allianz-Stadion alleine wird auf lange Sicht nicht genügen, um den Zuspruch zu ändern.

Der Volkssport Fußball taugt in Österreich trotz EM-Euphorie nicht zum Massenphänomen. Gründe dafür gibt es einige: Die Infrastruktur hängt ein wenig damit zusammen, das Format der Liga mit seiner Vielzahl an Derbys schon eher. Sicher nichts damit zu tun haben die Eintrittspreise. Die sind, verglichen mit anderen Ligen oder mit Theaterkarten, moderat. Ein Vollpreisticket für das Derby gestern gab es ab 25 Euro.

In Deutschland und England protestierten die Anhänger zuletzt gegen Preiserhöhungen – in Liverpool prompt mit Erfolg. Es sind Länder, in denen Fans nicht nur ernst, sondern bei Bedarf auch in die Pflicht genommen werden.

In Österreich ist diese Art der Fankultur völlig unbekannt.

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