über das bayrische Nein zu Olympia
11/12/2013

Ist dabei sein noch alles?

von Philipp Albrechtsberger

Der Trend setzt sich fort: Bürger lehnen Events in ihrer Region ab

Philipp Albrechtsberger | über das bayrische Nein zu Olympia

Russland und Deutschland trennen in der Olympia-Frage seit Sonntag mehr als Welten. Als die olympische Fackel für die Winterspiele in Sotschi im Februar gerade von ihrem Ausflug aus dem All zurückkehrte, waren Bayerns Politiker und Deutschlands Sportfunktionäre längst aus allen Wolken gefallen: Gegen eine Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2022 sprachen sich über 52 Prozent der Bürger und alle vier involvierten Regionen aus.

Die Ablehnung ist weder ein Einzelfall (Graubünden votierte gegen Olympia in der Schweiz) noch das Votum einer sportfeindlichen Umgebung: Mit der Fußball-WM 2006 sorgte Deutschland für das aufregendste Sportfest des jungen Jahrtausends.

Das Nein der Bayern ist ebenso wenig eine Absage an den Sport, es ist eine Absage an seine Strukturen. Korruption hier, Ausbeutung dort, Größenwahn überall. Je demokratischer das Land, desto größer die Skepsis. Die Formel gilt nun auch im Sport. Russland, Brasilien, Brasilien, Russland, Katar – fünf der nächsten sieben Großbewerbe ( Fußball-WM, Olympia) verfestigen diesen Trend.

Der Sport versteht es immer noch, zu verbinden. Die Instrumente dazu schafft er sich selbst. Im Gegensatz zu IOC, FIFA und UEFA haben das etliche Menschen bereits erkannt.

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