über Kriminalität und Fußball
11/16/2013

Idealer Nährboden

von Bernhard Hanisch

Denn der Profifußball ist oft kein solcher mehr

Bernhard Hanisch | über Kriminalität und Fußball

Studien und Geschichten über wetttechnische Schweinereien, über Androhung von körperlicher Gewalt gegen Spieler, oder auch von Fußballern, die mittels diverser Interventionen ein Ergebnis bereitwillig gewinnträchtig beeinflussen, kannte man bisher vor allem aus dem tiefen Osten. Irgendwelche Fußballplätze als abgelegene Tatorte für schwer kriminelle Machenschaften. Spieler, die dort von ihren Klubs erpresst und finanziell betrogen werden, bieten logischerweise eine ideale An- und Zugriffsfläche für gewerbsmäßige Wettbetrüger. Denn der Profifußball ist oft kein solcher mehr: Viele Spieler verdienen längst nicht genug, um von ihren Einkünften einigermaßen leben zu können.

Es mag ja sein, dass Österreichs Ligen kein vorrangiges Ziel für die groß angelegten Offensiven der Wettmafia darstellen. Aber ein Auge hat man auf die zunehmend schwierige wirtschaftliche Lage vieler Vereine in diesem Land anscheinend schon geworfen. Kickende Großverdiener in den 20 Klubs, die in Österreich professionellen Fußball betreiben, sind zunehmend in der Minderzahl.

Überhaupt in der Ersten Liga werden zumindest offiziell Beträge ausgezahlt, die manchem Charakter Tür und Tor zur Manipulation öffnen. Und die Sponsoren und Einkünfte werden immer rarer. Deshalb wollen die Verantwortlichen oft nicht wahrhaben, dass es auch verdammt schmutzig zugehen kann in ihrer professionellen Liga.

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