über Sorgen ukrainischer Sportler
03/05/2014

Die wichtigste Nebensache

von Wolfgang Winheim

Von der Politik wurde ohnehin schon genug Öl ins olympische Feuer gegossen.

Wolfgang Winheim | über Sorgen ukrainischer Sportler

In der Ukraine hatte die Teamchef-Ära des Schweizers Marcel Koller am 15.11.2011 mit einem unglücklichen 1:2 (Gegentor in letzter Minute) begonnen.

Inzwischen gehören alle Spieler von damals (mit Ausnahme des verletzten Baumgartlinger und des lange verletzt gewesenen Schiemer) immer noch zu Kollers Stammpersonal. Und somit kann immer noch diskutiert werden, ob Koller richtig handelt, wenn er Legionäre, die in ihren Klubs nur zweite Wahl sind, Fixstartern der heimischen Liga vorzieht.

Bisher ist Koller mit seiner Linientreue gut gefahren. Vereinsreservisten machten den Eindruck, als würden sie im Team besonders elanvoll Frustabbau betreiben. Auch von Ballkünstlern des (Weltklasse-)Gegners Uruguay kann erwartet werden, dass sie das Match in Klagenfurt nicht als lästige Pflichtübung betrachten, zumal bei den Südamerikanern der Kampf ums WM-Leiberl beginnt.

In jenem Land, in dem Koller vor 27 Monaten die Teamchef-Premiere verpatzt wurde, haben Sportler andere Sorgen. Montag sagte der Fußball-Präsident der Ukraine das Länderspiel gegen die USA auf Zypern ab. Gestern entschloss man sich, doch nach Zypern zu fliegen. Das Paralympic-Team der Ukraine droht mit Boykott der Freitag in Sotschi beginnenden Behinderten-Spiele. Das wäre eine nachvollziehbare und zugleich traurige Entscheidung. Von der Politik wurde ohnehin schon genug Öl ins olympische Feuer gegossen.

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