über den Bundesliga-Schlager
03/04/2014

Bissig

von Wolfgang Winheim

Was Red Bull und Rapid boten, wurde höchsten Ansprüchen gerecht.

Wolfgang Winheim | über den Bundesliga-Schlager

Andrea Fischbacher vs. Red Bull/Rapid 715.000 : 549.000. Oder anders: Das 31. Damen-Skirennen lockte 166.000 ORF-Seher mehr vor den Bildschirm als das beste Liga-Spiel. Mögliche Gründe.

A) Weibliche Wesen interessieren sich frühestens ab der WM, wenn Ball-Eurotiker à la Ronaldo zaubern, für die Kickerei. B) Fußball-Freaks schalten immer öfters zu dem auf Fußball spezialisierten Abo-Sender Sky um. C) Die heimische Liga wird nicht ernst genommen von gelegentlichen Sportkonsumenten. Denen sei mitgeteilt:

Was Red Bull und Rapid boten, wurde höchsten Ansprüchen gerecht. Wenn das Umfeld stimmt wie in Salzburg, passt auch die Leistung. Muss indes auf besseren Vorstadtwiesen vor kaum 1000 Leut’ gekickt werden, dann würden selbst Superstars für Billig-Profis von Admira, Neustadt oder Grödig gehalten werden.

Morgen gilt dieses Argument nicht. Morgen spielt Österreichs Team im schönsten Stadion des Landes; gegen den Weltranglisten-Siebenten, der in Klagenfurt mit WM-Goalgetter Forlan und Liverpool-Star Suarez aufkreuzt. Letzterer wurde in England schon zwei Mal lang gesperrt, weil er Gegner in Arm und Schulter gebissen hatte. Er ist auch sportlich unberechenbar, führt in der englischen Schützenliste. Trotzdem: Marcels Kollers Auserwählte werden Zähne zeigen. Treten sie ähnlich bissig auf wie die Salzburger, dann sollte auch Señor Dracula zu zähmen sein.

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