über Austria-Sportvorstand Parits
05/06/2014

Angezählt

von Wolfgang Winheim

Obwohl auch hierzulande gilt: Alte Verdienste helfen nicht

Wolfgang Winheim | über Austria-Sportvorstand Parits

Vorweg: Sie kassieren mehr als Bundespräsident, Kanzler und einige Minister mitsammen. Somit wird sich das Mitleid in Grenzen halten

... beim portugiesischen Wundertrainer Jose Mourinho, der mit Chelsea nach dem Champions-League-Out (fast) auch die letzte Titelchance verspielte;

... beim deutschen Trainerfeldwebel Felix Magath, der den FC Fulham in England nicht mehr vom Abstieg retten kann;

... und beim argentinischen Barça-Trainer Gerardo Martino, den die Katalanen feuern werden.

Selbst Bayern-Coach Pep Guardiola muss sich nach dem Ausscheiden gegen Real eine verfehlte Spielphilosophie (viel Ballbesitz) vorwerfen lassen; von denselben Kritikern, die ihn noch vor einigen Wochen feierten, als die Münchner so früh wie noch nie Meister wurden.

Verglichen mit der international üblichen medialen Häme gleicht die österreichische Liga, in der sich die Austria derzeit den Unmut ihrer Fans zuzieht, noch einem Streichelzoo. Obwohl auch hierzulande gilt: Alte Verdienste helfen nicht. Was im Falle von Austria-Sportvorstand Thomas Parits heißt: Gewinnt die Austria ein Jahr nach ihrem Titelgewinn am kommenden Muttertag nicht gegen Sturm Graz, dann ist auch der frischgebackene Opa angezählt; dann ist vergessen, dass gerade Parits, als sich Milliardär Frank Stronach zurückgezogen und man der Austria den Untergang prophezeit hatte, ein Vater der violetten Renaissance war.

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