Die Inflation ist auch wieder für die Pensionsanpassung wichtig

Fehlende Fachkräfte, die Kosten aus der Alterung der Gesellschaft für Gesundheit und Pensionen, aber auch der Klimaschutz sorgen für ein höheres Preisniveau.

© APA - Austria Presse Agentur

Leitartikel
09/22/2021

Inflation: Retten Sie Ihr Geld!

In Österreich droht eine dauerhaft hohe Inflation samt Geldvernichtung durch die Notenbanken dank ihrer Nullzinspolitik.

von Wolfgang Unterhuber

Kaum ein Tag ohne Teuerungs-Botschaft. Nahrungsmittel werden teurer, Rohstoffe ebenso und Wohnen überhaupt. Das dreht ordentlich an der Inflationsschraube. In Österreich stiegen die Preise zuletzt (im August) um 3,2 Prozent.

Noch zu Beginn des Jahres sprachen Experten von „Deflation oder Inflation“. Sie lagen alle falsch. Die Frage kann jetzt nur noch lauten: Droht eine dauerhaft hohe Inflation bei daraus resultierender Geldvernichtung durch die Notenbanken dank ihrer Nullzinspolitik? Vieles spricht dafür.

Globalisierung unter Druck

Die Globalisierung ist dank der Zick-Zack-Corona-Politik der Regierenden von China über Europa bis Brasilien unter Druck. Ständig reißen irgendwo Lieferketten. Überall herrscht Arbeitskräftemangel.

Dazu kommen weltweit gigantische staatliche Rettungs- und Investitionspakete. Und das Ganze in Kombination mit einer nach wie vor ultralockeren Geldpolitik.

Steigen die Inflationsbefürchtungen, fordern die Gewerkschaften höheren Lohn. So werden hierzulande die Metaller der Arbeitgeberseite heute etwas vor den Latz knallen, dass es nur so kracht.  So erzeugt Inflation dann neue Inflation.

Beunruhigend sind auch die Staatsschulden. Die ständige Krisenbekämpfung seit 2008/09 hat die Schuldenstände der meisten Industriestaaten weit über die Wirtschaftsleistung getrieben.

Entwertung der Schulden

An den Märkten machen deshalb auch Gerüchte die Runde, die Regierungen könnten die Wahnsinns-Schulden durch die Inflation senken. Das gilt ja auch für Konsumenten. Wer Schulden hat, freut sich jetzt über ihre Entwertung durch hohe Inflation.

Wer Geld auf der Bank hat, darf jetzt um sein Erspartes zittern. Denn die EZB wird den Leitzins nicht erhöhen. Die EZB muss nämlich vorrangig den Euro zusammenhalten.

Ein Anstieg der langfristigen Kapitalmarktzinsen würde schließlich die Schuldenlast der südeuropäischen Staaten zum Einsturz bringen. Und damit wäre der Euro in Gefahr.

Raus aus dem Sparbuch

Zugespitzt gesagt: Die Sparer im Euroraum zahlen jetzt die Zeche dafür, dass die südeuropäischen Volkswirtschaften auf Schulden-Sand gebaut sind. Übrigens: die Griechenland-Krise wurde nie wirklich gelöst.

Höchste Zeit also, sein Geld auf dem Sparbuch in Sicherheit zu bringen. Egal ob Fonds oder einzelne Aktien – der Möglichkeiten gibt es genug.

Besonders wer langfristig anlegen kann (also mindestens zehn Jahre), sollte Green-Tech-Werte und die gute alten Blue Chips( große Branchenführer mit hoher Bonität, guten Wachstumsperspektiven und regelmäßigen Dividendenzahlungen) im Auge haben.

Oder Sie folgen dem Vorbild der Staatengemeinschaft: Machen Sie Schulden!

 

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