© APA - Austria Presse Agentur

Kommentar
10/19/2021

Es ist wieder passiert

Die Aufgriffe von Flüchtlingen sind seit April gestiegen. Doch in Wien war das Thema politisch bis jetzt noch nicht angekommen.

von Martin Gebhart

Es ist wirklich tragisch, dass es im Burgenland wie im Jahr 2015 wieder tote Flüchtlinge in einem Schlepperwagen geben musste. Aber niemand soll sagen, dass das eine überraschende Entwicklung sei. Seit Ende April sind die Aufgriffe von Flüchtlingen an der burgenländischen Grenze sukzessive gestiegen. Gleichzeitig wurden immer mehr Schlepper aufgegriffen. Aus den Grenzgemeinden war immer wieder und zuletzt immer lauter zu hören, wie Flüchtlinge auf Hauptplätzen einfach ausgesetzt worden sind.

In Wien war das Thema – ausgenommen im Innenministerium – aber politisch bis jetzt noch nicht angekommen. Auch nicht, als manche Schlepper Flüchtlingsgruppen einfach in den Randbezirken der Bundeshauptstadt ausgesetzt hatten. Das ist, das muss mit dem heutigen Tag anders sein. Die Flüchtlingsbewegung vom Balkan nach Zentraleuropa ist für die Bevölkerung – nicht nur in der Ostregion – genauso brisant wie der ständige Kampf gegen die Corona-Pandemie. Und sicherlich brisanter als die Frage, wie der neue U-Ausschuss zusammengesetzt sein wird.

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