ĂŒber den Causa Christoph Chorherr

Eine schiefe Optik

von Elias Natmessnig

10/27/2017, 01:56 PM

Politiker sollten keine Spenden sammeln

Mag. Elias Natmessnig | ĂŒber den Causa Christoph Chorherr

Der Fall Chorherr zeigt einmal mehr: Politiker sollten keine Spenden sammeln. Christoph Chorherr ist als Planungssprecher der GrĂŒnen und Gemeinderat fĂŒr Gesetze und Widmungen (mit)verantwortlich, die fĂŒr die Entwicklung der Stadt entscheidend sind. Er kann daher fĂŒr seinen privaten Verein nicht Geld von Menschen nehmen, die direkt von seiner Politik abhĂ€ngig sind. Noch dazu plakatierten die GrĂŒnen im Wahlkampf just gegen Immobilienhaie.

Ein Beispiel: Wenn die Signa Holding wenige Wochen nachdem das Goldene Quartier prĂ€sentiert wird, 100.000 Euro an Chorherrs Verein spendet, ist die Optik mehr als schief. Wurde doch im Zuge die Bognergasse zur FußgĂ€ngerzone umgewidmet, ein Umstand der den Wert der Signa-Immobilien steigert.

Um genau solche "ZufĂ€lle" zu vermeiden, muss ein Obmann darauf schauen, woher sein Verein Spenden bekommt. Auch wenn der Verein unbestritten tolle Projekte unterstĂŒtzt. Denn natĂŒrlich hat ein Spender Erwartungen. Erinnern wir uns an die Spende der Telekom an Willi Molterers Fußballverein oder die EADS-Millionen fĂŒr Rapid.

Chorherr sagt, er habe sich nie persönlich bereichert. Aber als Politiker zu zeigen, dass man eine soziale Ader hat, ist sein persönlicher Zusatznutzen.

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