Meinung | Bodyblog
28.01.2017

Yoga mit Seifenblasen

Von wegen Kinderkram – wie Seifenblasen mobil machen und beim Träumen helfen.

Macht nicht fit, aber umso mehr Laune.

Mag. Laila Daneshmandi | über Seifenblasen-Yoga

Ich staune immer wieder über neue, originelle und skurrile Yoga-Erfindungen. Den Vogel hat im Vorjahr Tequila-Yoga (kein Scherz, betrunkenes Yoga) abgeschossen – heuer führt bisher Ziegen-Yoga (die Tiere spazieren auf oder um die Yogis herum) die Liste der schrägsten "Was-mit-Yoga"-Kreationen an.

Während sich der Sinn von Tequila und Ziegen beim Yogieren nur schwer nachvollziehen lässt, hat der Einsatz von Seifenblasen tiefere Hintergedanken. Auf die Idee sind Christiane Stepanek und Christine Kratzer gekommen, als Yogini Christiane eine Show der Seifenblasenkünstlerin Christine zum Geburtstag geschenkt bekam.

Zu "Schüttel deinen Speck" von Peter Fox und einer Fanfare von Seifenblasen aus einer Maschine rütteln wir uns beim Kurs in Mödling zunächst den Stress vom Körper (www.zauberblase.at, 35€). Die schillernden Blasen machen automatisch gute Laune. Dann folgen einfache Atemübungen und Yoga-Bewegungen – wir üben zuerst "auf dem Trockenen" und machen uns dann an die Schale mit Seifenblasenlauge, die wir zu Beginn der Stunde bekommen haben. Das Ziel ist, mit tiefen Atemzügen möglichst große Seifenblasen zu machen – dabei bewegen wir die Arme, um die Blasen in die Länge zu ziehen oder auch, um sie zu fangen und neue zu machen.

Das funktioniert sogar, während wir auf einem Bein stehen – die Aufmerksamkeit ist so sehr beim Seifenblasen, dass wir gar nicht merken, wie wir den Körper fordern. Christiane passt den Schwierigkeitsgrad der Yoga-Übungen der Gruppe an – viel wichtiger ist ihr, auf die Atmung zu achten und durch die Faszination der Blasen im Hier und Jetzt zu sein.

Das gelingt beim Seifenblasen-Yoga viel besser als mit Tequila oder Ziegen – vor allem durch die Abschlussübung, bei der wir unser Spiegelbild in den Seifenblasen beobachten, bis es platzt und in der nächsten Blase wieder emporsteigt... einfach nur schön.

Fazit:

Für Träumer und alle, die ihrer spielerischen Natur freien Lauf lassen wollen statt sich selbst zu ernst zu nehmen. Macht nicht fit, aber umso mehr Laune – auch Erwachsene dürfen sich mal von simplen Dingen faszinieren lassen.

Fun:

Schweiß: