Meinung | Bodyblog
21.10.2017

#rufdennotarzt im Gymclub

Vom Tanzclub in den Fitnessclub: Manches ändert sich nie.

An der Wand steht #rufdennotarzt. Wie passend!

Mag. Laila Daneshmandi | über das Training im Gymclub

Vor wenigen Jahren habe ich noch am besten Kalorien verbrannt, wenn ich in den legendären Wiener Club U4 gegangen bin und bis in die frühen Morgenstunden durchgetanzt habe. Diese Woche bin ich zum Schwitzen am U4 vorbeigegangen, um schräg gegenüber im Gymclub zu trainieren (www.gymclub.fitness, 2 Einheiten gratis bei Mail mit dem Betreff "Kurier" an office@gymclub.fitness).

Der Trainingsraum ist nicht groß, doch die abgedunkelten Fenster und das rote Neonlicht erzeugen Clubatmosphäre. Zur Begrüßung drückt mir Trainer Sascha einen Pulsgurt in die Hand und trägt meine Daten (Alter, Gewicht, Größe) in den Computer ein – kurz darauf erscheint mein Puls gemeinsam mit dem der anderen Teilnehmer auf der Wand.

Positiv: Das Drill-Programm, das jetzt kommt, ist für maximal fünf Leute bestimmt. So kann Sascha sich jeden einzeln vorknöpfen, antreiben und Fehlhaltungen korrigieren – eine Aufgabe, die er äußerst ernst nimmt. Zu lauter Clubmusik absolvieren wir jetzt ein hochintensives Training (HIT). Heißt: Den Kreislauf mit schnellen Bewegungen wie z.B. Kniebeugen / Strecksprünge ankurbeln bis die Muskeln brennen. Mit seiner Trillerpfeife gibt Sascha vor, wann wir mit einer Übung beginnen und wann wir durchschnaufen können. Irgendwie schafft er es, dabei gute Stimmung zu verbreiten.

Während ich aus jeder erdenklichen Pore schwitze und mich frage, ob ich hier lebend rauskomme, entdecke ich an der Wand den Motivations-Hashtag #rufdennotarzt. Wie passend! Auf dem Monitor rast mein Puls immer höher – aber es ist ok, das Tempo zu verlangsamen, wenn ich nicht mehr kann. Doch auch Sascha sieht meinen Puls und treibt mich wieder an, wenn ich nur versuche, mich durch eine unangenehme Übung zu schummeln.

Am Heimweg gehe ich wieder am U4-Club vorbei – das Gefühl von früher hat sich nicht verändert: Ich muss dringend ins Bett!

Fazit:

Für Drill-Freaks, die ihren Puls im Auge behalten wollen und alle, die persönliches Training in Kleingruppen schätzen. Über den Puls-Monitor werden im Laufe der Zeit Verbesserungen sichtbar.

Fun:

Schweiß:

Effekt: