Meinung | Bodyblog
20.01.2018

Erlebnisbericht: Das bringt eine Paarmassage

Wie ich gelernt habe, meinen Liebsten zu massieren, ohne dass mir nach fünf Minuten die Hände weh tun.

Vom Partnertausch bis zur Paartherapie – wir waren auf alles gefasst und bereit, jederzeit die Flucht zu ergreifen. Aber der Paarmassage-Kurs von Cosima Adletzberger war keine Sekunde peinlich – beim Heimfahren waren wir nicht nur tiefenentspannt, sondern fühlten uns auch ein gutes Stück näher.

Aber von Anfang: Es war schon ein Running Gag – ich lasse mich gerne massieren, aber wenn ich etwas davon zurückgeben soll, bin ich angesichts der großen Massierfläche auf dem Rücken meines Liebsten schnell überfordert und erschöpft. Bei Cosima lernen wir in fünf Stunden, wie wir fünf Massage-Griffe von den Zehenspitzen bis zum Nacken anwenden (www.angisma.at, 199€/Paar). An einem Workshop nehmen maximal drei Paare teil, der Massage-Empfänger trägt Unterwäsche oder Bikini. Erst werden die Frauen massiert, dann die Männer. Wir beginnen mit den Beinen: ölen ein, streichen über die Haut und wenden Druck an – Cosima zeigt die Techniken vor und korrigiert meine Körper- oder Handhaltung so, dass es für mich weniger anstrengend ist. Und für meinen Liebsten fühlt es sich dadurch auch jedes Mal besser an.

Wichtig ist vor allem, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Druck angenehm und wirkungsvoll ist – das variiert von Körperstelle zu Körperstelle. Während ich das Bein entlang drücke (das Knie wird immer ausgespart), bekomme ich Feedback, wie stark sich das auf einer Skala von 1 bis 10 anfühlt. An manchen Stellen darf es bis zu einer 9 sein, an anderen sollte man nicht über eine 6 kommen.

Cosima lehrt uns, den Körper des Partners besser kennenzulernen, macht uns aber auch auf die kleinen Details aufmerksam, die eine Massage erst richtig gut – und nach Wunsch auch erotisch – machen. Wer sich so auf den Körper des anderen einlässt, braucht weder Partnertausch noch Paartherapie.

Fazit:

Fast ein Muss für jede Partnerschaft, in der man sich gegenseitig Gutes tun will. Beim Workshop bekommt man nicht nur körperlich ein besseres Gefühl für den anderen, sondern auch seelisch.

Schweiß:

Effekt: