über die Mythen rund um den Komponistentod.
04/09/2015

Streben nach Ruhm ließ Komponisten früher sterben

von Georg Leyrer

Streben nach Ruhm ließ Komponisten früher sterben.

Georg Leyrer | über die Mythen rund um den Komponistentod.

Konkurrenz beflügelt? Vielleicht. Aber zumindest bei den Komponisten klassischer Musik im 19. Jahrhundert hatte der starke Konkurrenzdruck in Wien und Paris eine gravierende Folge: den frühen Tod.

Das zumindest hat eine Studie ergeben, die jüngst im Journal Social Science and Medicine veröffentlicht wurde. Die Autoren – zwei Ökonomen – suchten eine Erklärung dafür, warum so viele Komponisten des 19. Jahrhunderts so jung gestorben sind. Und fanden sie – unter anderem – in körperlichen Auswirkungen des Konkurrenzkampfes um Anerkennung und Aufträge. 144 prominente Komponisten aus dem 19. Jahrhundert wurden herangezogen – dazu zählen so große Namen wie Wagner, Verdi, Bizet.

Und es zeigte sich: Je mehr namhafte Komponisten in einer Stadt wohnten, desto kürzer lebten sie. Eine einprozentige Erhöhung der Komponistenzahl kostete – rein statistisch, natürlich – sieben Wochen Lebenszeit.

Besonders merkbar war dieser Effekt in Zentren der Musik, darunter natürlich Wien. Denn dort war es umso schwerer, die gesuchte Anerkennung zu erlangen, fanden Karol Jan Borowiecki ( Universität Süddänemark) und Georgios Kavetsos (London School of Economics ) heraus. Das sorgte für Stress.

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