Honig ist gesünder als Zucker. Behaupten unter anderem immer wieder die Honigbienen und ihre Öffentlichkeitsarbeiter. Doch Honig sorgt genauso für Karies und hat auch nicht weniger Energie.

© reuters

über Wiener Honig
08/03/2014

Wiener Honig

Werner Singer und die Liebe zur Biene.

von Ingrid Teufl

Warum gibt es eigentlich keinen Honig mit Kokosgeschmack?

Mag. Ingrid Teufl | über Wiener Honig

Der Apfelstrudel gehört zu Wien. Aber Honig verbindet man nicht gleich im ersten Atemzug mit der Bundeshauptstadt. Nichtsdestotrotz gibt es auch hier Imker und in den vergangenen Jahren entdeckten viele ihre Liebe zu Produkten der Bienen. Bei Werner Singer führte diese Liebe zuerst über das Ausland. Während seiner beruflichen Zeit in Hamburg begann er die Genüsse seiner Heimat zu vermissen. Vor allem den Honig. Den nahm er von seinen Wien-Besuchen regelmäßig mit und auch sein traditionell hanseatisch-zurückhaltendes Umfeld ließ sich rasch für diese speziellen süßen Wiener Seiten begeistern. Gemeinsam mit einem seiner Freunde wurde viel philosophiert: Warum gibt es eigentlich keinen Honig mit Kokosgeschmack? Oder einen, der wie Apfelstrudel schmeckt? Und warum sollte man überhaupt nur ein Honigglas mit Einheitsgeschmack zu Hause haben? Honig ist schließlich nicht gleich Honig. Und bei Gewürzen und Wein herrscht schließlich auch Vielfalt.Die Dinge nahmen ihren Lauf und Singer gründete mit seinem Hamburger Freund "Wiener Honig" und vermarktet die Gläschen in ausgewählten Läden. Dass ihn schließlich das Heimweh übermannte und er nach Wien zurückkehrte, war kein Fehler. Schon gar nicht für "Wiener Honig". Denn von der kleinen Bio-Imkerei mitten im achten Bezirk aus werden mittlerweile auch hierzulande immer mehr Genuss-Stationen mit außergewöhnlichen Honig-Kreationen versorgt.

Es lohnt sich, sich durch die neun Sorten zu kosten (200 g/ab 6,80 €. Probier-Minis: 30g/1,95 €). Da locken unter anderem reinsortige Geschmackserlebnisse aus Akazien- und Rapsblüten. Oder etwa eine Honig-Cuveé aus ausgewählten Blüten. Eine Probe wert ist auch "Aus den Tiefen des Waldes". Dieser spezielle Honig stammt nämlich nicht aus Blütennektar. Die Bienen produzieren ihn aus Honigtau, der wiederum von Pflanzensaugern wie Schild- oder Blattläusen produziert wird. Dadurch hat dieses Produkt einen kräftigen Geschmack: "Zartbitter mit einem Anflug von Beeren", beschreiben ihn manche.

Für Abwechslung auf dem Frühstückssemmerl sorgen auch die Spezialkreationen, die Werner Singer und sein "Wiener Honig"-Team zusammenstellen. Ein Klassiker ist etwa Akazie-Vanille (200 g/7,40 €), bei dem eine echte Vanilleschote mit ins Glas kommt. Bei "Mohn Zitrone" sorgen neben Rapshonig noch Zitronenschalen und Waldviertler Mohn für den außergewöhnlich runden Geschmack und bei der Sorte "mit Kokos" vereint sich der helle Rapshonig mit Kokosflocken zu einem Cremehonig. Für seinen dickflüssigen, dunklen "Apfelstrudel" mischt Singer Äpfel, Zimt und Haselnüsse mit kräftigem Waldhonig.

Bezugsquellen

Werner Singer, Wiener Honig, Produktion Hamerlingplatz 10/7, 1080 Wien. Die Produkte sind in Wien u. a. erhältlich am Bauernmarkt Lange Gasse (jeden Samstag, 8 bis 15 Uhr) oder bei Meinl am Graben und Merkur am Hohen Markt.

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