Fast vergessene Sorten wie die violette "Viola" werden wieder häufiger angebaut.

© /Hellmer/privat

über wieder entdeckte Erdäpfelsorten
09/14/2014

Alte Erdäpfelsorten

Am 18. September ist der "Tag des Erdäpfels".

von Ingrid Teufl

Alte Sorten sind ein Schmaus für Gaumen und Auge

Mag. Ingrid Teufl | über wieder entdeckte Erdäpfelsorten

Erdäpfel sind so ein wichtiges Grundnahrungsmittel, dass ihnen ein eigener Festtag gebührt: der "Tag des Erdapfels" findet alljährlich am 18. September statt. Familie Hellmer in Auersthal im Weinviertel veranstaltet aus diesem Anlass immer ihre traditionelle "Kartoffelwoche". Vom 18. bis 25. September kann man sich nicht nur durch die Sortenvielfalt kosten, sondern erhält beim Kauf von 5- und 10-Kilogramm-Säcken (ab Hof ab 4 €/5 kg) jeweils ein Kilogramm gratis dazu.

Bis dahin haben Christine und Karl Hellmer alle Hände voll zu tun. Denn seit einigen Wochen wird hier, in den Ausläufern des Marchfelds, die diesjährige Ernte eingeholt. Zwei bis drei Mal pro Woche fahren die Eräpfelbauern derzeit auf ihre Felder. Wegen des feuchten Augusts hat sich die Ernte ein wenig nach hinten verschoben. "Wir sagen immer, unsere Werkstatt ist unter freiem Himmel. Da kann man nie ganz exakt planen", sagt Karl Hellmer. Überhaupt, da sie zehn verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Ernte-Spitzen anbauen. Die Hauptsorte ist die klassische "Ditta", eine beliebte Salaterdäpfel-Sorte . "Tosca" und "Husar" eignen sind dafür besonders als Beilagenerdäpfel.

Raritäten

Seit 20 Jahren konzentriert sich die Familie ganz auf den Anbau der Erdknollen. Besonders angetan haben es ihnen alte Sorten. Sie werden erst jetzt im Herbst geerntet. In Auersthal wachsen beispielsweise "Kipfler". Diese länglich-ovale Frucht gilt als "Königin unter den Salat-Erdäpfeln". Bis vor wenigen Jahren war sie fast aus den Geschäften verschwunden. Ähnlich verhält es sich mit anderen alten Arten, etwa der "Viola", deren Fruchtfleisch und Schale violett gefärbt ist.

"Diese Sorten verfügen nicht nur über einen feinen Geschmack, sondern bieten auch dem Auge etwas", schwärmt Karl Hellmer. Ungewöhnlich ist auch die rosa Färbung der "Rote Emmalie". Weiters schätzt er "Schwarze Ungarin" oder "Andengold".

Einmal geerntet, werden die Erdäpfel übrigens nach Größe sortiert. Zudem hat man sich auf die wachsende Zahl von Single-Haushalten eingestellt und verkauft auch handliche 2,5-kg-Säcke.

Bezugsquellen: Kartoffelladen Christine und Karl Hellmer, Hauptstr. 141, 2214 Auersthal. www.kartoffelladen.at, 0664/274 34 08.

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