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√ľber den Polawalk
10/22/2013

Wien durch die Polaroid-Kamera entdecken

Beim Polawalk kann man sich sein Souvenir selbst erstellen.

von Caroline Kaltenreiner

Fotografieren mit der Polaroid-Kamera funktioniert nach dem Kaffeekapsel-Prinzip.

Caroline Kaltenreiner | √ľber den Polawalk

Motto-Städte-Touren liegen im Trend. In Hamburg kann man eine Beatles-Tour buchen, in London gibt's einen Mord-und-Mysterien-Rundgang und in Venedig kann man bei einer Fototour bei Sonnenuntergang teilnehmen.

Auch Wien hat etwas sehr Spezielles zu bieten, wenn der "Polawalk" auch eher Foto-Spaziergang ist, denn St√§dtetour, Informationen zu Sehensw√ľrdigkeiten gibt's keine. Daf√ľr lernt man die Grundlagen der Polaroid-Fotografie und erstellt sich sein Souvenir gleich selbst. "Klassische St√§dtef√ľhrungen d√ľrfen wir nicht veranstalten, weil wir keine gepr√ľften Guides sind, allerdings hat uns die Erfahrung gezeigt, dass die Suche nach dem perfekten Motiv und das hantieren mit den Polaroid-Kameras ohnehin alle Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt", erz√§hlt Gilbert Lechner, der gemeinsam mit Thomas Preyer seit April 2013 die einzige Polaroid-St√§dte-Tour der Welt veranstaltet.

Wien in acht Bildern

Der Ablauf ist simpel. Einen Termin bucht man √ľber die Websitepolawalk.com, um sich zur verabredeten Zeit auf den Stufen der Karlskirche zu treffen. Dort gibt es eine kurze Einf√ľhrung in die Polaroidfotografie. Jeder Teilnehmer bekommt eine Leihkamera und einen Testfilm, um herum zu probieren und einmal abdr√ľcken zu k√∂nnen, ohne ein wertvolles Sofortbild zu "verschwenden". Und wertvoll ist es allemal, denn hier gilt das Kaffeekapsel-Prinzip: Die Kamera bekommt man recht g√ľnstig, auf einem Fotoflohmarkt sogar um f√ľnf Euro, aber ein Film mit acht Bildern kostet 20 Euro.

Dann geht's los und die "echten" Filme werden ausgeteilt. Dabei handelt es sich um die "The Impossible Project"-Filme, denn die originalen Polaroid-Filme werden nicht mehr produziert. Gilbert zeigt auf einem Plan die Route, die vom Karlsplatz zur Votivkirche f√ľhrt. Schnell wird klar: Acht Fotos auf dem Weg unterzubringen ist nicht gerade leicht. St√§ndig wird man von Fragen geplagt: Ist dieses Motiv es wert? Riskiere ich die Lichtverh√§ltnisse? Und was, wenn ich das letzte Foto verschossen habe und dann das beste Motiv kommt? Es herrscht also Spannung vom ersten Augenblick an und die Spannung bleibt erhalten, denn kommt das Foto aus der Kamera, dauert es noch 20 Minuten, bis man tats√§chlich ein Ergebnis erahnen kann. Es ist aber wirklich sch√∂n mit den Ergebnissen in der Tasche nach Hause zu gehen.

Das Standard Ticket f√ľr 49 Euro beinhaltet eine Leihkamera und einen Film von "The Impossible Project" im Wert von 20 EUR. Zus√§tzliche Filme k√∂nnen bei der Buchung als Add-on oder w√§hrend der Tour gekauft werden.

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