Alpines Superfood im Herbst: Heidelbeeren

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Heildelbeeren findet man im Herbst in den Alpen: Wissenswertes über das heimische Superfood.

Superfoods sind in aller Munde, aber während exotische Namen wie Acai, Chia und Goji Beeren oft die Hauptrolle spielen, vergessen wir die wunderbaren Lebensmittel, die direkt vor unserer Haustür wachsen. Ein solches heimisches Superfood sind Heidelbeeren, insbesondere die wilden Varianten, die in den Alpen zu finden sind. Im Herbst ist die beste Zeit zum Sammeln – frische Luft und Bewegung inklusive.

Historische Bedeutung und Volksmedizin

Heidelbeeren (lat. Vaccinium myrtillus) haben in der europäischen Volksmedizin eine lange Tradition. Sie gehören zur Familie der Heidekrautgewächse und wachsen bevorzugt in schattigen Wäldern, Torfmooren und im Heideland. Die Früchte sind von Juli bis in den Oktober hinein zu finden. Blaubeeren oder Schwarzbeeren, wie sie im Volksmund genannt werden, enthalten neben den Vitaminen C, B6 und Carotin, Mineralstoffe (Magnesium, Eisen, Kalium), aber vor allem eine breite Palette an bioaktiven Substanzen und Gerbstoffen, die für ihre entzündungshemmenden, antiocidativen und antibakteriellen Eigenschaften geschätzt werden.

Vor allem die enthaltenen Gerbstoffe und Pektine haben eine stopfende Wirkung, die bei Durchfall und Magen-Darmerkrankungen hilfreich ist. In der alpinen Volksmedizin werden die Beeren oft zu Tees oder Säften verarbeitet, um ihre heilende Wirkung zu maximieren.

Die Heidelbeerblätter senken leicht den Blutzucker und werden gerne in Teemischungen verwendet. Auch wer täglich Stress hat, sollte die Kraft der Heidelbeere nutzen.

Kleine Früchtchen – große Wirkung

Echte Heidelbeeren färben im Vergleich zu hochgezüchteten Hybrid-Beeren Mund, Lippen und Zunge blau, ein Zeichen, dass höchst potente sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sind.  Der blaue Pflanzenfarbstoff Myrtillin, ein Anthocyan,  wirkt wie ein Antibiotikum und bekämpft Bakterien in unserem Körper. Außerdem wirkt der Farbstoff positiv auf den Zellstoffwechsel, verbessert die Sehkraft durch die Bildung des Sehpurpurs Rhodopsin, das wir zum Farbsehen benötigen. Heidelbeeren fördern auch die Blutbildung und halten die Blutgefäße elastisch. Eine einfache Anwendung wäre täglich ein Glas Heidelbeersaft zu trinken, am besten Muttersaft aus dem Reformhaus ohne Zucker- oder Wasserzusatz.

Ob roh, in einem Smoothie oder als Muffin, die Möglichkeiten, diese fantastische Frucht zu genießen, sind endlos. Wenn Sie in den Alpen wandern, halten Sie Ausschau nach diesen kleinen blauen Wundern der Natur! In diesem Sinne färben Sie Ihre Zunge blau, Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Zutaten:

 

  • 1 Tasse Heidelbeeren (frisch oder gefroren)
  • 1 Banane
  • 200 g Joghurt
  • ½ TL Kardamompulver

Alle Zutaten in einen Mixer geben, auf höchster Stufe mixen, bis der Smoothie cremig ist.

Sofort servieren.

Alpines Superfood im Herbst: Heidelbeeren

Ein Heidelbeer-Smoothie: Schnell und einfach zubereitet

Zutaten:

  • 2 Tassen Dinkelmehl oder Buchweizenmehl für eine glutenfreie Variante
  • 1 EL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • ½ Tasse Rapsöl oder weiche Butter oder Kokosöl
  • 1 Tasse Zucker
  • 2 Eier
  • Mark einer Vanilleschote
  • 1/2 Tasse Milch
  • 2 Tassen frische Heidelbeeren

Zubereitung:

  1. Backofen auf 190 Grad Celsius vorheizen. Muffinformen mit Papierförmchen auslegen.

  2. Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen.

  3. Öl oder Butter und Zucker in einer anderen Schüssel cremig rühren.

  4. Eier und Vanille hinzufügen und gut vermengen.

  5. Die trockenen Zutaten abwechselnd mit der Milch zur Öl/Butter-Zucker-Mischung hinzufügen.

  6. Heidelbeeren vorsichtig unterheben.

  7. Teig in die Muffinförmchen füllen und 25-30 Minuten backen, bis ein Zahnstocher sauber herauskommt.

     

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