Paracetamol hilft bei akuten Schmerzen, sagt Kress. Bei chronischen müsse man das Problem von verschiedenen Seiten angehen.

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Osteoporose: Welche Risikofaktoren es gibt
10/28/2014

Osteoporose: Welche Risikofaktoren es gibt

Prim. Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Preisinger, Leiterin des Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel.

Sind von Osteoporose nur Frauen betroffen?

Nein, jede dritte Frau und immerhin auch jeder fünfte Mann erkranken im Laufe ihres Lebens an übermäßigem Knochenschwund. Insgesamt sind rund 750.000 Menschen in Österreich betroffen.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Neben dem Alter an sich vor allem Bewegungsmangel, eine verfrühte Menopause (Wechsel), Untergewicht, Mangelernährung, eine Überfunktion der Schilddrüse, eine lange Kortisontherapie, Rauchen, drei oder mehr alkoholische Getränke täglich, eine zu geringe Kalzium- und Vitamin-D-Aufnahme, rheumatoide Arthritis sowie ganz generell viele chronische Krankheiten wie etwa Diabetes oder COPD (Lungenkrankheit) .

Was ist ein Alarmzeichen für Osteoporose?

Wenn es bereits bei einem einfachen Sturz aus dem Stand – etwa durch Ausrutschen oder Stolpern – zu einem Knochenbruch kommt. Da sollte man sich normalerweise nichts brechen. In so einem Fall ist nach der Erstversorgung auf der Unfallchirurgie auch eine Knochendichtemessung notwendig.

Ab wann sollte man seinen Vitamin-D-Spiegel bestimmen lassen?

Immer bei Osteoporoseverdacht und ansonsten einmalig ab dem 60. Lebensjahr. 1000 bis 2000 IE (internationale Einheiten) täglich sind ausreichend (entspricht einmal wöchentlich 17 bis 35 Vitamin-D-Tropfen). Dosen über 4000 IE am Tag können Nebenwirkungen – etwa eine Nierenverkalkung – haben.

Ab welchem Alter raten Sie zur Knochendichtemessung?

Frauen erstmals im Alter von 65, Männern im Alter von 70 Jahren. Bei einem Knochenbruch nach dem 50. Lebensjahr schon früher. Medikamente können den weiteren Knochenabbau verhindern (etwa Bisphosphonate), oder auch Knochensubstanz auf- bauen (z.B. Parathormone).

Wie wirkt sich Bewegung in unterschiedlichen Lebensphasen auf die Knochen aus?

Durch regelmäßiges Muskeltraining in der Kindheit wird die Neubildung der äußersten Schicht der Knochenrinde angeregt. Der Knochen wird dadurch insgesamt größer und stärker. Training im höheren Erwachsenenalter wiederum reduziert die altersbedingte Verdünnung der inneren Schicht der Knochenrinde, der Knochenabbau wird dadurch gehemmt. Ältere Menschen, die in ihrer Jugend Leistungssport betrieben haben, brechen sich deutlich seltener die Knochen. Wer Osteoporose hat und ein gezieltes Muskeltraining durchführen will, sollte dies nur unter ärztlicher Aufsicht tun.

TIPP: Donnerstag, 30.10., findet im Festsaal des Wiener Rathauses der 13. Wiener Osteoporosetag statt (10 bis 18 Uhr). Infos: www.osteoporosetag.info

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