Wie kam das RAM aus der DDR?

Viele Technik-Abkürzungen geben Rätsel auf. Wir erklären, was DDR-RAM, RSS-Feed und Co. eigentlich bedeutet.


DDR-RAM steht für "Double Data Rate Random Access Memory" und bezeichnet eine Arbeitsspeicher-Bauweise, die doppelt so schnell wie ihr Vorgänger ist. Mit jedem Hertz einer Datenübertragungsrate (heute meist in Gigahertz angegeben) wurde zuvor ein Bit übertragen. Mit der DDR-Technik - die absolut nichts mit der Deutschen Demokratischen Republik zu tun hat - waren es pro Bit plötzlich (nahezu durchgängig) zwei Bit pro Hertz. JVC steht für "Victor Company of Japan", wobei das "Japan" in der Abkürzung irgendwie an erster Stelle landete. Der Elektronik-Hersteller erhielt seinen Namen als Ableger der Victor Talking Machine Company, einem US-Unternehmen, das als Plattenlabel und Grammofonhersteller arbeitete. 3G steht für "Dritte Generation", wobei die dritte Generation von Mobilfunkstandards gemeint ist. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um das ebenfalls wohlbekannte UMTS, was für "Universal Mobile Telecommunications System" steht. Mit 4G wird die vierte Mobilfunk-Generation beschrieben, also LTE ("Long Term Evolution"). Um Daten zu speichern oder zu transferieren braucht es keine externen Festplatten oder USB-Sticks. Mit einer "SD-Karte" lassen sich mittlerweile Datenmengen bis zu 32 GB zwischen Endgeräten kopieren. Die Karte heißt eigentlich "SecureDigital Memory Card".
Der Speicherbereich der Karte ist geschützt und so vor unerlaubtem Zugriff geschützt. SD-Karten können durch ein sogenanntes "MicroSD" auch für Mobiltelefone verwendet werden, sofern diese einen "MicroSD"-Anschluss haben. LCD wird meist mit dem Zusatz "LCD-Display" verwendet, was im Grunde genommen falsch ist, denn LCD steht für "Liquid Crystal Display" - das "Display" ist also schon enthalten. Flüssigkkristalle werden in einem LCD durch elektrische Spannung so ausgerichtet, dass sie ein weißes Licht im Hintergrund (Hintergrundbeleuchtung) farblich darstellen. PDF steht für "Portable Document Format" und bezeichnet ein Dokument-Dateiformat. Adobe Systems hat es 1993 eingeführt, um Schriftstücke plattformunabhängig so wiederzugeben, wie es der Autor festgelegt hat. PDFs sind heute als Web-Alternative zu Word-Dokumenten, etwa als Verbreitungsform für E-Journale, hochbeliebt. ISO ist eigentlich die Abkürzung für die "International Standards Organisation". Die Norm für Filmempfindlichkeit der Internationalen Organisation für Normung hat sich in den 1980er-Jahren als globaler Standard gegenüber ASA (American Standards Association) und DIN (Deutsches Institut für Normung) durchgesetzt. RSS steht für Really Simple Syndication. Das ist ein Standard, der es Webseiten-Betreibern erlaubt, eigene Inhalte in Form eines XML-Dokuments (XML ist ein Dateiformat) zu veröffentlichen und zur Bearbeitung durch andere Web-Services freizugeben. Internet-Nutzer können dadurch "RSS-Feeds" zusammenstellen, sich also Neuigkeiten sofort bei Erscheinen im Kurz- oder Volltext liefern lassen. Das RSS-Symbol zeigt Inhalte an, die als RSS verfügbar sind. Sie ist leicht durch ihr Format und den goldfarbenen Chip zu erkennen und sie passt in jedes Mobiltelefon - die SIM-Karte. SIM? Das Kürzel SIM bedeutet englisch "Subscriber Identity Module" - "Teilnehmer-Identitätsmodul". Die SIM-Karte ist ein Prozessor mit Speicher, der durch den PIN vor unerlaubtem Zugriff geschützt wird. Die Nutzeridentifikation wird durch geheime Nummern und Algorithmen, die auf der Karte gespeichert sind, ermöglicht. Kurz: Mit der SIM wird dem Nutzer ein Handy zugewiesen und er auf diese Weise identifiziert - so erklärt sich die Bezeichnung "Teilnehmer-Identitätsmodul". PHP stand ursprünglich für "Personal Home Page", heute für "Hypertext Preprocessor" - das "P" steht vorne, weil PHP ja ein "Pre"-Prozessor, ein Vor-Prozessor sein soll. Praktisch ist PHP eine Skriptsprache zur Erstellung von dynamischen Webseiten, weshalb man die Abkürzung oft am Ende von Internet-Adressen (URLs) findet. Ein Ordner auf dem Computer, der Bilder enthält. Alle Bilder enden auf "JPEG". Doch wofür steht diese Dateibezeichnung eigentlich? Die Bezeichnung "JPEG" geht auf die "Joint Photographic Experts Group" zurück. Diese hat 1992 eine Norm vorgestellt, die verschiedene Möglichkeiten zur Bildkompression beschreibt. Heute ist "JPEG" die am Häufigsten bei Bildern verwendete Dateibezeichnung. HTC kennt man als Produzent von Smartphones und Tablets. Die taiwanesische Firma heißt ausgeschrieben "High Tech Computer Corporation".
(KURIER.at) Erstellt am
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