Serena Williams war im diesjährigen Wimbledon-Finale gegen Simona Halep chancenlos.

© APA/AFP/POOL/LAURENCE GRIFFITHS

Leben
07/16/2019

Spott im Netz: Jeder achte Mann glaubt, Serena Williams überlegen zu sein

Laut einer Umfrage rechnen sich britische Männer im Duell Chancen aus. Auf die anmaßenden Aussagen folgt Spott in sozialen Medien.

205 Kilometer pro Stunde: So schnell schießt der Ball übers Netz, wenn Serena Williams aufschlägt. 23 Mal hat sie bisher bei Grand-Slam-Turnieren im Einzel triumphiert. Neben Steffi Graf und Margaret Court ist Williams auch die einzige Spielerin, die zwei Mal alle vier Grand-Slam-Turniere hintereinander gewinnen konnte.

Kurz: Sie ist eine der talentierten Spielerinnen in der Geschichte des Profi-Tennis.

Dennoch: Zwölf Prozent der britischen Männer trauen sich zu, im direkten Duell zumindest eine kleine Chance gegen die US-Amerikanerin zu haben. Das hat eine aktuelle Umfrage des britischen Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov ergeben.

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Jeder achte Mann gab an, einen Punkt gegen Williams holen zu können. Nur jede dritte Frau denkt laut der Umfrage dasselbe.

"Verblendet" und "selbstgefällig"

Angesichts der sportlichen Klasse der US-Amerikanerin ist der Aufschrei in den sozialen Netzwerken entsprechend groß. Die befragten Männer seien "verblendet", "selbstgefällig" und würden sich "lächerlich" machen - so der Tenor.

"Viel Glück damit", twitterte etwa Judy Murray, schottische Tennistrainerin und Mutter der professionellen Tennisspieler Jamie und Andy Murray.

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Die britische Sportreporterin Catherine Whitaker schrieb auf dem Kurznachrichtendienst: "Wenn Sie zu den 12% gehören, sollten Sie das auf Ihrem Online-Dating-Profil angeben. Ein Index für wahnhafte Idioten."

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Andere, weniger prominente Nutzerinnen, wünschen sich mit sarkastischem Unterton "das Selbstbewusstsein eines durchschnittlichen weißen Mannes".

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Andere vermuten, dass jeder achte Mann entweder unbelehrbar oder ein professioneller Grand-Slam-Champion sein müsse.

 

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Wiederum andere bestehen darauf, Details zu klären. "Gefragt wurde nach einem Ballwechsel, nicht einem Spiel. Einen Punkt aus 48 Punkten zu gewinnen ist nicht so unmöglich. Beachten sollte man auch, dass auch 3% der Frauen das glauben", schrieb ein Nutzer.

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Wirklich anmaßend?

Doch ist das Selbstbewusstsein der männlichen Befragten wirklich anmaßend? Der Guardian hat David Sammel, Cheftrainer des Tennisklubs Bath Tennis, dazu befragt.

"Es kommt darauf an", sagt dieser: "Wenn man ein guter Tennisklub-Spieler ist, kann man ihr sicher einen Punkt abnehmen. Wenn man Anfänger ist, kann man nur dann Punkte sammeln, wenn sie einen Doppelfehler (Anm. falscher Aufschlag beim zweiten Aufschlagversuch) begeht. Wenn man noch nie Tennis gespielt hat, ist es absolut unmöglich."

Das sieht auch Chris Bowers, Sportjournalist und Biograf von Roger Federer und Novak Djokovic, so. Man müsse zumindest auf regionaler Ebene sportlich erfolgreich sein, "aber wie viele Leute sind das schon"?

Dass dies auf jeden achten Briten zutrifft, bezweifelt der Journalist. "Daher müssen die Befragten wohl zu einem gewissen Grad verblendet sein." Es gebe offenbar Missverständnisse darüber, "wie gut Top-Profis sind". Neben der Technik seien Hobby-Spieler auch in puncto Geschwindigkeit und Reaktionszeit unterlegen.

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