Leben
28.11.2017

Titanic-Regisseur: Darum musste Jack sterben

In einem Interview mit der Vanity Fair widerlegt Regisseur James Cameron die These, dass Rose und Jack beide auf der Tür Platz gehabt und so beide überlebt hätten.

Auch 20 Jahre nachdem Titanic im Jahr 1997 über die Kinoleinwände flimmerte, scheinen viele Menschen nicht darüber hinweg zu kommen, dass Leonardo DiCaprio als Jack Dawson im Atlantik ertrinken musste. Erst kürzlich wollen australische Schülerinnen mit einer mathematischen Formel belegt haben, dass Jack im Film realistische Überlebenschancen gehabt hätte. Dieser nach hätten er und seine große Liebe Rose lediglich ihre Rettungswesten unter der treibenden Tür platzieren müssen (kurier.at berichtete).

"Dinge passieren aus künstlerischen Gründen"

Schon im Jahr 2012 wurde in der US-Dokureihe "Mythbusters" errechnet, dass die Holztür mit diesem Kniff tragfähig genug für beide gewesen wäre. Der Titanic-Regisseur scheint von diesen Spekulationen aber wenig angetan zu sein und erklärte in einem aktuellen Interview mit der Vanity Fair, warum Jack auf jeden Fall sterben musste. In erster Linie nämlich, weil es auf Seite 147 des Drehbuchs heißt, dass Jack stirbt. Es sei ganz offensichtlich eine künstlerische Entscheidung gewesen, dass das Ding groß genug war, um sie zu tragen und nicht groß genug, um ihn zu tragen. "Ich finde wirklich, dass es irgendwie dumm ist, diese Art von Unterhaltung 20 Jahre später zu führen." Hätte Jack überlebt, wäre das Ende des Films bedeutungslos gewesen, immerhin handelt dieser von Tod und Trennung. Am Ende hätte es Cameron zufolge auch keinen Unterschied gemacht, wenn ein Schornstein auf ihn drauf gefallen wäre. "Man nennt das Kunst, Dinge passieren aus künstlerischen Gründen und nicht aus physikalischen Gründen."

Cameron sei außerdem selbst mit einem Stück Holz im Wasser gewesen und habe getestet, wie schwimmfähig die Tür sein dürfe, um genau eine Person über Wasser zu halten. Dabei habe die Voraussetzung gegolten, dass die Person auf der Tür zur Gänze außerhalb des -2 Grad kalten Wassers ist - "damit sie die drei Stunden, bis das Rettungsschiff kommt, überlebt", so Cameron. Jack hätte ohnehin nicht gewusst, dass das Schiff eine Stunde später kommt, er war sowieso tot. "Wir haben das so gemacht, wie man es im Film sieht. Weil ich damals wie heute davon überzeugt bin, dass eine Person so hätte überleben können."

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