Titanic: Hätte man Jacks Tod verhindern können?

Kopie von Leonardo DiCaprio, Kate Winslet…
Foto: FREMD/ORF Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in "Titanic".

Australische Schülerinnen haben mit einer mathematischen Formel belegt, dass Jack im Film "Titanic" realistische Überlebenschancen gehabt hätte.

Es ist eine Szene, die an Tragik kaum zu überbieten ist: Leonardo DiCaprio, der sich als Jack Dawson auf einer Holztür treibend im offenen Ozean für seine große Liebe Rose opfert. 20 Jahre nach der Veröffentlichung des Films haben Schülerinnen aus Adelaide nun herausgefunden, dass Jacks Tod verhindert werden hätte können.

Späte Rettung durch Mathematik

Die Zehntklässlerinnen Abigail Wicks, Christy Zhang und Julia Damato von der Westminster School zogen alle möglichen Hilfsmittel in Betracht, die das Paar zur Verfügung hatte und errechneten anhand mathematischer Formeln eine Lösung. Die beiden hätten demnach lediglich ihre Rettungswesten unter der treibenden Tür platzieren müssen.

"Wir haben uns angeschaut, wie schwimmfähig die Tür gewesen wäre und wie sich das verändert hätte, wenn Menschen darauf gewesen wären", erzählte die 15-jährige Abigail Wicks dem australischen Advertiser. "Wir haben viel herumprobiert und getestet und wir haben mit unterschiedlichen Auftriebskräften herumgespielt, wobei wir uns überlegten, welche Materialien realistischerweise zur damaligen Zeit wohl verwendet wurden." Auch den Salzgehalt des Meerwassers und dessen Einfluss auf den statischen Auftrieb der Tür hätten sie berücksichtigt.

Präsentiert würde das Schulprojekt bei einem nationalen Talentwettbewerb für Mathematik, wo es auch mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

20 Fakten zu "Titanic":

1. Zunächst zur Erinnerung kurz die Handlung: Armer Junge (Jack Dawson) ergattert eines der letzten Tickets auf jenes Schiff, das die Zukunft verspricht. Persönlich, weil es ihn aus seinen ärmlichen Verhältnissen in England ins gelobte Amerika - genauer: New York bringen soll. 2. Und generell, weil die Titanic mehr ist als nur ein Schiff. Sie ist Symbol des technischen Fortschritts und gilt als unsinkbar. Das Ende dieser bitteren Mär ist ja weithin bekannt. Bevor es aber zum eiskalten Höhepunkt/Untergang kommt, lernt Jack an Bord der Titanic noch die bildhübsche und obendrein recht reiche Rose DeWitt Bukater kennen. 3. Leonardo DiCaprio wurde mit der Rolle zum Posterhelden einer ganzen Generation junger Mädchen. Zunächst in dessen Schatten, hat sich auch Kate Winslet längst zu einer der gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods entwickelt. Auch wenn es im Film nicht ganz danach aussieht: Leonardo ist knapp ein Jahr älter als Winslet. Zum Zeitpunkt des Filmdrehs war er 23, sie 22 Jahre alt. 4. James Cameron landete mit "Titanic" einen echten Kassenknüller. Unglaubliche 2,78 Milliarden US-Dollar (inflationsbereinigt) hat der Film bis heute eingenommen, was das Drama von 1998 bis 2009 zum bis dahin erfolgreichsten Film aller Zeiten machte. Allein in den USA sahen den Film 130,9 Millionen Kinobesucher. 5. 2009 gelang James Cameron schließlich das Kunststück sich selbst an der Spitze als erfolgreichster Regisseur Hollywoods abzulösen. "Avatar - Aufbruch nach Pandora" spielte mehr als drei Milliarden Dollar ein. 6. Zur RMS Titanic, hier auf einer historischen Aufnahme zu sehen: Am 2. April 1912 in Dienst gestellt, war sie mit 269 Metern Länge und 28 Metern Breite das größte Schiff ihrer Zeit. Insgesamt hatten 2.400 Passagiere Platz, 750 davon in der luxuriösen Ersten Klasse.  7. Dazu kamen 897 Mann Besatzung. Bei ihrer Jungfernfahrt kollidierte die "Titanic" am 14. April 1912 mit einem Eisberg. Rund 1500 Menschen (die Angaben reichen von 1490 bis 1517 Opfern) starben - vor allem, weil sich zu wenige Rettungsboote an Bord befanden. 8. James Camerons Faszination für Schiffswracks und die Unterwasserwelt gipfelte ab 2005 in der Entwicklung eines bemannten Unterseebootes, mit dem Ziel, das Challengertief im Marianengraben, den mutmaßlich tiefsten Punkt der Weltmeere, zu erreichen. 9. 2012 erreichte er dann tatsächlich alleine und als dritter Mensch insgesamt den allerletzten Grund des Meeres, 10.994 Meter unter der Wasseroberfläche. 10. Auch bei "Titanic" findet die Rahmenhandlung, in der Rose als 101-Jährige auf die Ereignisse vom 14. April 1912 zurückblickt, auf einem Forschungsschiff statt, das das Wrack der Titanic erkundet. 11. Während der Dreharbeiten wurde von einem Unbekannten eine Designerdroge namens Phencyclidin (PCP/Angel Dust) in das Essen der Mannschaft gemischt. Viele Crewmitglieder, darunter auch James Cameron mussten daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert werden. 12. Die Dreharbeiten verzögerten sich weiter, weil viele Schauspieler sich Erkältungen eingefangen hatten. Wer den ganzen Tag im kalten Wasser rumtreibt, muss eben pumperlgsund sein. 13. Gedreht wurde unter anderem in einem 22 Millionen Liter fassenden Pool.
Bild: 2002 wurde in Belfast, wo die Titanic 1912 vom Stapel lief, ein eigenes Museum eröffnet. 14. Auch eine Möglichkeit: Um das Eis vor der bevorstehenden Nacktszene mit Leonardo DiCaprio zu brechen, soll Kate Winslet abseits des Sets vor ihm einfach blank gezogen haben. 15. Paramount Pictures hätten gerne Matthew McConaughey in der Hauptrolle gesehen, doch James Cameron soll auf Leonardo DiCaprio bestanden haben. Hier sind sie bei ihrer gemeinsamen Szene in "The Wolf of Wall Street" zu sehen. 16. "Titanic" ist der bis dato erfolgreichste Film bei den Oscars. Der Film gewann elf Trophäen bei 14 Nominierungen. Nur "Herr der Ringe" konnte gleich viele Oscars abräumen, war jedoch nur 11 Mal nominiert. 17. Mit Kate Winslet und Gloria Stuart wurden dabei erstmals in der Filmgeschichte zwei Schauspielerinnen für einen Oscar nominiert, die in einem Film ein und dieselbe Rolle spielen. Stuart spielte die gealterte Rose, die auf ihr Leben zurückblickt. 18. "Ich bin der König der Welt" wird in der Liste der 100 besten Filmzitaten aus US-Filmen des "American Film Institue" auf Platz 100 geführt. Auf Platz eins ist übrigens: "Frankly, my dear, I don't give a damn." (Offen gesagt, ist mir das gleichgültig.) – Clark Gable in "Vom Winde verweht" 19. Überall Rekorde: Celine Dion lieferte mit "My Heart Will Go On" den erfolgreichsten Soundtrack der Filmgeschichte. Das Album zum Film verkaufte sich über elf Millionen Mal. 20. James Cameron ist für seine akribische Planung bekannt. Für die rund 150 Komparsen, die im Film zu sehen sind, hatte er jeweils eigene Biografien und Daten von Menschen recherchieren lassen, die wirklich auf der "Titanic" waren.
(kurier / pama) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?