Leben
23.05.2018

Pilotin wehrt sich gegen sexistische, männliche Passagiere

Mit ihrem Bericht auf Twitter motivierte sie andere dazu, ihre Erfahrungen mit Sexismus zu teilen.

Frauen die in einem männlich dominierten Berufsfeld arbeiten, werden nicht selten mit sexistischen Kommentaren konfrontiert. Das weiß auch Charlotte, die als Pilotin arbeitet. Vor wenigen Tagen schrieb sie auf Twitter, dass sie einen tollen Tag mit ihrer großartigen Crew hatte.

Sie sei deswegen verdutzt gewesen, dass zwei männliche Passagiere das Gefühl hatten, dass die folgenden Kommentare nötig gewesen seien:

"Ich mache lieber keine Witze mehr über Frauen am Steuer", und "Sind Sie eine Pilotin? Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht mitgeflogen".

"Ich kann einen 80-Millionen-Jet fliegen, du nicht."

Die Berufspilotin kam zu folgender Schlussfolgerung: "Fakt ist: Ich kann einen 80-Millionen-Jet fliegen, du nicht."

Auf Twitter erzählte sie weiter, dass sie auf die Kommentare der Männer professionell reagiert habe, weil sie an diese Art von Humor gewöhnt sei. Erst später habe sie dann über den Vorfall nachgedacht, weil sich ein Crewmitglied wütend über die sexistischen Kommentare zeigte: "Warum ist das so normal?", fragte sich Charlotte.

"Es macht keinen Unterschied"

Es sei unter anderem diese Einstellung, die Frauen daran hindert, eine von Männern dominierte Karriere einzuschlagen. "Dabei sollte das kein Thema sein. Ich bin Pilotin, er ist Pilot. Es macht keinen Unterschied."

Als Reaktion auf Charlottes Tweet teilten auch andere Menschen ihre Erfahrungen mit Sexismus auf Twitter, ganz gleich ob Pilotin oder nicht. In puncto Luftfahrt gibt es laut Gender Gap Grader eine große Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Laut diesem würden Frauen nur etwa 5,44 Prozent der kommerziellen Piloten weltweit ausmachen.

Gegenüber der Plattform Business Insider sagte Charlotte, dass eine Karriere als Pilotin schon immer ihr Traum gewesen sei. Sie habe sich immer gewünscht, andere Frauen und vor allem die jüngere Generation inspirieren zu können, um die Wahrnehmung der Menschen von dem, was noch immer als männlich dominierte Welt gilt, zu verändern.