Leben 05.04.2012

Österreich kaum besser im IT-Index

Im aktuellen Global Information Technology Report verbessert sich Österreich von Rang 20 auf 19.

Für den Technologie-Index (Network Readiness Index, NRI) beurteilte das Weltwirtschaftsforum 53 Einzelkategorien, in einigen davon ist Österreich unter den den besten zehn Staaten: Neben der Bestnote im "Internet- und Telefoniewettbewerb" landete Österreich bei der "Verfügbarkeit von digitalem Content" auf Rang 4, mit einer Rate von 24 Prozent bei Softwarepiraterie an 5. Stelle, bei der "Intensität des lokalen Wettbewerbs" auf Platz 8 und bei den neuesten Technologien an 10. Position. Darüber gibt es nur in 12 Ländern mehr Mobilfunkverträge pro Einwohner als in Österreich.

Digitale Kluft wird weiterhin größer

Weltweit ist dem Bericht zufolge der Abstand zwischen den westlichen Staaten und Entwicklungsländern trotz Ausbau der IKT-Infrastruktur größer geworden, es sei eine digitale Kluft zu erkennen, heißt es. Schweden, gefolgt von Singapur, führt die diesjährige Rangliste an. Die Schweiz (5.), die Niederlande (6.), die USA (8.), Kanada (9.) und Großbritannien (10.) sind ebenfalls unter den Top 10. Die deutschen Nachbarn liegen drei Plätze vor Österreich auf Rang 16.

BRIC-Staaten liegen weit zurück

Die meisten afrikanischen Länder weisen eine sehr mangelhafte Konnektivität auf. Als Gründe dafür nennt das WEF eine unzureichende Entwicklung der teuren IKT-Infrastruktur und mangelndes Know-how. Länder, die in neue Technologien investieren, konnten aber trotzdem nicht mit den Technologie-Vorreitern mithalten. Das wirkt sich laut WEF auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand aus. Auch die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) schafften es nicht unter die besten 50.

Die 11. Ausgabe des Reports konzentriert sich auf die Auswirkungen von IKT auf die Wirtschaft und Gesellschaft eines Landes. Neue Indikatoren wie mobiler Breitband-Zugang wurden aufgenommen und alte, überholte Merkmale weggelassen.

( APA ) Erstellt am 05.04.2012