© Getty Images/iStockphoto/Proformabooks/iStockphoto

Leben
07/25/2019

Nice-Cream: Dieses Eis macht Sie im Sommer nicht dick

Alle lieben Gefrorenes, niemand will zunehmen: Alternativen, die wirklich schmecken.

von Ingrid Teufl

Man muss es sehr deutlich sagen: Ein Sommer ohne Eis schlecken ist zwar möglich, aber sinnlos. Selbst dann, wenn man sich ausgewogen, kalorienarm oder womöglich vegan ernähren möchte. Der Gusto auf eine Kugel Eis wird die meisten unweigerlich ereilen. Klar ist aber auch, dass sich zuviel des Guten auf der Waage bemerkbar machen wird. Die gute Nachricht: Verzichten ist dank gesunder und figurfreundlicher Alternativen gar nicht nötig.

Da kann man sich als jemand, der tierische Produkte isst, etwas von der veganen Welle abschauen. Beim neuesten Trend aus den USA löffelt man derzeit am liebsten „Nice-Cream“. Der Begriff ist eine Zusammensetzung aus dem englischen Wort für „nett“ und „Eis“. Sie besteht aus sehr reifen, gefrorenen Bananen, die mit Beeren in einem Hochleistungsmixer oder Blender zu einer eiskalten Creme gemixt werden.

Mehrwert

Die Ernährungswissenschafterinnen Sabine Bisovsky und Eva Unterberger (Blog: essenzielles.at) betonen: Dadurch komme die „freundliche Creme“ auf wesentlich weniger Kalorien als normales Bananeneis, das zum Fruchteis zählt. „Fruchteis hat im Durchschnitt pro 100 g rund 195 kcal, die Nice-Cream pro 100 g nur rund 70 kcal. Nice-Cream enthält dazu keine künstlichen Aromastoffe, Emulgatoren, aber auch kein überschüssiges Fett oder zusätzlichen Zucker.“

Variationsmöglichkeiten

Für Buchautor Christian Wenzel zählen die vielen Variationsmöglichkeiten der Nice-Cream. In den sozialen Medien finden sich tausende Rezepte, unter anderem mit Kokos oder der Trendfrucht Avocado.

Sogar „gesundes“ Schoko-Eis ist möglich, sagt Wenzel. „Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil enthält weniger Zucker, dafür aber die essenzielle Aminosäure Tryptophan. Schon wenige Stücke reichen für eine Leckerei, bei der man kein schlechtes Gewissen haben muss.“ Apropos Nebeneffekt: Etwas Matchapulver (pulverisierter grüner Tee) in der gefrorenen Bananencreme verschafft einen Energiekick, der länger anhält als ein Zucker-Hoch.

Protein-Eis und Sorbet

Mehr an die Konsistenz von Softeis erinnert dafür Protein-Eiscreme. Man mixt gefrorene Früchte (150 g) mit kaltem Wasser (250 ml) und Proteinpulver (30 g, im Supermarkt oder Reformhaus) cremig. „Der Vorteil: Man kann es sofort essen, außer dem Fruchtzucker ist kein Zucker oder Fett zugesetzt“, sagt Wenzel.

Zutaten
4 sehr reife Bananen
Obst (z. B. Beeren) in  gleicher Menge
etwas Flüssigkeit (Milch oder Pflanzenmilch)

Zubereitung
- Bananen in Stücke schneiden und einfrieren (mind. 4 Std., besser über Nacht).
- Alle Zutaten im Mixer pürieren, bis eine feine Creme entsteht. Nochmals 10 Minuten einfrieren.

Zutaten
40 g Zucker
20 g Traubenzucker
60 ml Wasser
40 g Lupinenschrot
300 ml Kokosmilch
50 ml Limettensaft
2 Zweige frische Minze

Zubereitung
- Zucker,  Traubenzucker und Wasser aufkochen und abkühlen lassen.  Lupinenschrot ca. 1 Stunde in  lauwarmem Wasser einweichen, abspülen und abtropfen lassen.
- Den Schrot im Mixer oder Smoothie-Blender zusammen mit  Kokosmilch und Limettensaft fein-cremig pürieren.
- Abgekühlten Zuckersirup hinzufügen, alles gründlich verrühren und im Kühlschrank ca. 1 Stunde kalt stellen.
 - Minze waschen, trocken schütteln und die Blätter hacken. Mit der Lupinen-Masse verrühren.
- Die Lupinen-Minz-Masse in einer Eismaschine nach Herstellerangaben ca. 35 Minuten zu Softeis gefrieren lassen. Wer Eiskugeln ausstechen möchte, stellt das Eis noch ca. 1 Stunde in den Tiefkühler.

Tipp: Selbst gemachtes Eis am besten gleich verbrauchen, im Tiefkühler wird es nach ein paar Stunden hart.

Aus: Vegan kochen mit Lupine, Riva-Verlag, 15,50 €

Mit Sorbets Kalorien sparen

Das klingt zu gesund für Sie? Dann gibt es noch immer die klassischen Sorbets, um auf der kalorienärmeren Seite zu bleiben, betonen Bisovsky und Unterberger.

Zum Vergleich: Eine Kugel Walnusseis enthält 94 Kilokalorien, die gleiche Menge Himbeersorbet kommt auf nur 36. Natürlich enthalten Sorbets nach wie vor Zucker. Üblicherweise setzen Hersteller aber kein Fett zu. Zusatzeffekt: „Sie erfrischen durch ihren hohen Wasseranteil.“

Zutaten
4 gefrorene Bananen
250 g gefrorene Heidelbeeren
etwas Vanilleextrakt
250 ml Mandelmilch

Zubereitung
- Bananen in Stücke schneiden und einfrieren (mind. 4 Std., besser über Nacht).
- Alle Zutaten im Mixer pürieren, bis eine feine Creme entsteht. Nochmals 10 Minuten einfrieren.

Becher statt Stanitzel und kein Schlag

Darüber hinaus gibt es noch immer Potenzial zum Kaloriensparen.

Zum Beispiel das Lieblingseis im Becher statt im Stanitzel zu genießen, spart bereits 100 Kilokalorien. Die Ernährungsexpertinnen raten zudem zu „oben ohne“. Schlagobers, versteht sich. „Hat das Eis wirklich gute Qualität, braucht man keine fetten Geschmacksverstärker.“

Zutaten
4 gefrorene Bananen
250 g gefrorene Himbeeren
1 bis 2 Esslöffel Rote-Rüben-Pulver (in der Apotheke oder im Reformhaus erhältlich)
250 ml Sojajoghurt

Zubereitung
- Bananen in Stücke schneiden und einfrieren (mind. 4 Std., besser über Nacht).
- Alle Zutaten im Mixer pürieren, bis eine feine Creme entsteht. Nochmals 10 Minuten einfrieren.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.