Leben
12.11.2018

Michelle Obama spricht erstmals über ihre Fehlgeburt

In ihrer Biografie thematisiert sie auch ihre Entscheidung für eine künstliche Befruchtung.

Am Dienstag erscheint die 426 Seiten lange Biografie der ehemaligen First Lady der USA, Michelle Obama. In "Becoming Michelle: Meine Geschichte", für den sie einen zweistelligen Millionenbetrag kassiert haben soll, werden auch private Themen besprochen. So beschreibt Obama beispielsweise ihre Beziehung zu Barack Obama und thematisiert auch Eheprobleme.

Außerdem spricht sie erstmals öffentlich über ihre bisher nicht bekannte Fehlgeburt, die sie vor 20 Jahren erlitten hat. "Ich hatte das Gefühl, versagt zu haben, weil ich nicht wusste, wie häufig Fehlgeburten waren, weil wir nicht über sie gesprochen haben", erinnerte sich die ehemalige First Lady in einem Interview mit dem US-Sender ABC, das am Freitag ausgestrahlt wurde.

Obama plädiert dafür, in der Gesellschaft offen mit diesem Thema umzugehen und mit jungen Müttern darüber zu sprechen, dass Fehlgeburten passieren. Das gelte auch für die Aufklärung rund um die biologische Uhr, weil die Produktion der Eier limitiert ist. Sie selbst habe das im Alter von 34 und 35 Jahren erkannt, schließlich entschiedenen sich sie und Barack Obama für In-vitro-Behandlungen. Auf diese Art wurde Michelle Obama schließlich mit ihren beiden Töchtern Sasha und Malia Obama schwanger.

Weiters rechnete Michelle Obama in ihren Memoiren mit dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump ab, dem Nachfolger ihres Ehemannes Barack Obama. Sie werde Trump niemals verzeihen, weil er öffentlich infrage gestellt habe, dass ihr Ehemann überhaupt amerikanischer Staatsbürger sei, schreibt sie. Die Vorwürfe seien verrückt und gemein gewesen. Fanatismus und Fremdenfeindlichkeit seien schwer zu übersehen, sagte Obama zu ABC.

Kandidatur ausgeschlossen

Michelle Obama ist bei den Demokraten sehr beliebt. Immer wieder werden Hoffnungen laut, dass sie 2020 gegen Trump antreten werde. Obama hat bereits in der Vergangenheit mehrmals klargestellt, dass sie nicht kandidieren wird und tut das erneut in ihrer Biografie: "Ich war niemals ein Fan von Politik, und meine Erfahrungen in den vergangenen zehn Jahren haben wenig dazu beigetragen, das zu ändern. Die Gemeinheit stößt mich weiter ab."