Leben
04.07.2018

Lebenserhaltende Maßnahmen für Sohn: Mutter mit Entlassung bedroht

Die Chefin stellte in einer Textnachricht klar, dass das Fernbleiben von der Arbeit einer Kündigung gleichkommt.

Eine Mutter aus dem US-Bundesstaat Michigan verlor fast ihren Job, nachdem sie ihrer Chefin mitgeteilt hatte, dass sie nicht zur Arbeit kommen kann, weil sie sich im Krankenhaus um ihren Sohn Jason kümmern muss. Crystal Reynolds Fisher brachte ihn mit über 40 Grad Fieber dorthin. Später mussten sogar lebenserhaltende Maßnahmen eingesetzt werden.  

Weil sich der Zustand ihres 18-jährigen Sohnes im Krankenhaus verschlechterte, beauftragte Fisher ihre Tochter, bei ihrer Chefin anzurufen, um ihr die Situation zu erklären. Anstatt Verständnis zu zeigen, hörte Fisher ihre Chefin zu ihrer Tochter am Telefon sagen: "So läuft das nicht, deine Mutter ist diejenige, die mich anrufen muss", erzählte Fisher dem Fernsehsender Fox 17. Fisher entschied sich dazu, ihrer Chefin eine Textnachricht zu schicken, dass sie ihre Schicht nicht antreten kann. Währenddessen wurde ihr Sohn in ein anderes Krankenhaus verlegt, wo er lebenserhaltende Maßnahmen erhielt. Grund dafür waren Komplikationen aufgrund einer bakteriellen Infektion.

Antwort ohne Mitgefühl

Fisher erklärte ihrer Chefin im Chatverlauf, dass sie wieder zur Arbeit zurückkehren werde, sobald es ihrem Sohn besser gehe. Sie werde sich in jedem Fall bei ihr melden. Diese antwortete darauf: "So läuft das nicht, ich akzeptiere also, dass du kündigst." Fisher war verwirrt und schockiert über die Nachricht und stellte die Frage, ob sie nun entlassen wird. Darauf stellte ihre Chefin klar: "Wenn du nicht zur Arbeit kommen kannst, bedeutet das eine Kündigung." Fisher könne das Management kontaktieren, wenn sie Probleme hat, ihr sei das jedenfalls "zu viel Drama“.

Konsequenzen für Führungskraft

Fisher stellte später den Chatverlauf auf Facebook, wo dieser mittlerweile über 83.000 Mal geteilt wurde. Neben Genesungswünschen für ihren Sohn zeigten sich viele Nutzer auf der Plattform bestürzt über die Reaktion der Chefin. Das Posting erreichte sogar Fishers Arbeitgeber, der sich sofort auf ihre Seite stellte. In einem Antwortschreiben stellte das Unternehmen klar, dass Fisher so lange fernbleiben könne, wie nötig. Sie informierten sie außerdem darüber, dass ihre Chefin nach dem Vorfall gekündigt wurde. Sie habe sich in der Situation "unsachgemäß und ohne das Mitgefühl, das wir als Unternehmen schätzen", verhalten.

Fisher sagte gegenüber Fox 17, dass sie dankbar für die Unterstützung und die vielen Nachrichten sei, die sie erhalten hat. "Meine einziges Anliegen ist, dass mein Sohn seine Mama sieht, wenn er aufwacht und seine Augen öffnet."