Wissbegierige Kids der 3a der Volksschule Mondweg (Wien) an der Marillenkern-Knackmaschine

© Peter Rauchecker/Cardamom/AWS

Jugend Innovativ 2014
06/09/2014

Forschen statt kicken

Volksschulkinder besuchten die Jugend-innovativ-Projekt-Ausstellung

von Heinz Wagner

Drei Tage lang sind die Projekte der jugendlichen Erfinderinnen und Erfinder immer beim Bundesfinale auch öffentlich zugänglich. Leider „verirren“ sich nicht allzu viele Interessierte in die Ausstellung. An ihren Ständen müssen die Projektteams aber jedenfalls der strengen Jury Rede und Antwort auf nachbohrende Fragen geben. Und auch Medienleuten.

Fasziniert

Da war der Besuch einer neugierigen Volksschulklasse (der 3a vom Mondweg, Wien-Penzing) eine willkommene Abwechslung, besonders für das Team vom Projekt „Ausgestaubt“, hatten sich die 35 Schülerinnen und Schüler der Linzer HLW doch unter anderem Spiele für Kinder dieser Altersgruppe ausgedacht, um sie locker über Feinstaub zu informieren. Doch die wissbegierigen Mädchen und Buben beschränkten sich nicht auf Spiele. Sie wollten vieles wissen und verrieten am Ende ihres Besuches, bei dem sie sogar die Bildungsministerin trafen, die sich eine Stunde lang einige Projekte intensiv ansah, was sie am meisten beeindruckt hatte. Simon, Nils und Lois faszinierten die selbst fahrenden flachen viereckigen Roboter (Ribot), die Lasten tragen können. Levin, Kevin und Vallerie sagten übereinstimmen, „überrascht“, gewesen zu sein, „dass es so viele verschiedene Apfelsorten gibt“. Theresa meinte: „Ich hab das Fahrrad, also den Schienenständer dafür am coolsten gefunden.“ Darin stimmte ihr Karol zu. Sophie hatten es die Rettung der Bienen durch Bekämpfung der Varroa Milbe durch ätherische Öle angetan, „weil mein Opa Imker ist“. Ohne Imker in der Familie fand aber auch Daniel das Bienenprojekt am besten. Carolina beeindruckte wie die beiden schon genannten Klassenkollegen, „die Vielzahl der Apfelsorten und die App für Diabetiker. Letztere fanden auch Nino und Clemens am spannendsten. Beim Stiegenabgang blieben dann alle noch einmal stehen, um sich Raphaels Lieblingsobjekt anzuschauen: „Die Maschine, die die Marillenkerne knacken kann“.

Eigene Ideen

Gegen Ende knotzten sich die meisten auf den Boden und beschrieben Pos-Its mit Ideen, welche Roboter sie gern erfinden würden – oder dass jemand erfindet. Tanzroboter, Diener, Helfer für Blinde, Geruchsfernseher, fliegendes Gewand, ein Roboter der Toast macht, singt und fliegt, ein unsichtbares Haus, einige tierische Roboter und ein paar mehr finden sich auf der Liste.

"Nebenwirkung"

Der Besuch hatte aber noch ungeahnte Folgen. Am Tag der Preisverleihung verriet aws-Chef Bernhard Sagmeister, dass sein neunjähriger Sohn, der diese Klasse besucht, neuerdings nicht mehr Fußballprofi sondern Forscher werden möchte.

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