Digital Go spielen auf der Wiener Mariahilfer Straße

GO-Tisch, Mariahilfer Straße eröffnung
Foto: Heinz Wagner Go-spielende Kinder

Seit Kurzem steht ein Tisch mit zwei digitalen Go-Brettern vor dem Go7-Club in der Fußgängerzone

Seit dem ersten Oktober-Wochenende steht ein digitaler Spieltisch im Fußgängerzonen-Teil der Mariahilfer Straße. Bei der Ecke zur Andreasgasse steht der Metalltisch mit Panzerglas unter Zwei Sonnen- bzw. Regenschirmen. Wann auch immer kann dort an zwei virtuellen Brettern Go gespielt werden.

Aus Ostasien

GO-Tisch, Mariahilfer Straße eröffnung Foto: Heinz Wagner Dieses Spiel, bei dem abwechselnd schwarze und weiße Steine auf Kreuzungspunkte in quadratischen Spielbrettern unterschiedlicher Größe gesetzt werden, wurde in China vor rund 4000 Jahren erfunden und später in Japan und Korea weiter entwickelte. Die Regeln sind einfach. Die Steine werden gesetzt und am Ende gewinnt, wer mehr freie Schnittpunkte mit den eigenen Steinen umzingelt hat. Vielleicht kennen so manche eine Vorform des Go, auch wenn sie nicht so benannt wurde: Kariertes Papier, abwechselnd markieren die Spieler_innen mit unterschiedlichen Farben oder Punkten und Kreuzen die Kreuzungspunkte…

Bis zuletzt (um-)programmiert

GO-Tisch, Mariahilfer Straße eröffnung Foto: Heinz Wagner Vor rund einem Jahr hatte Daniel Bösze, ein Informatiker und Programmierer, der auch Go spielt, die Idee solche eines stabilen, dauerhaften digitalen Tisches. Ein privater Sponsor, der Gefallen an diesem Strategiespiel, das so einfache Regeln hat und doch so ausgetüftelt, kompliziert ist, wollte die Realisierung finanzieren. Damals war aber noch nicht sicher, ob sich die Bevölkerung für Fußgänger- und Begegnungszone ausspricht, also wurde die Idee zurückgestellt. Bösze allerdings programmierte schon eifrig daran – unbezahlt in seiner Freizeit. Neubaus Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger fand Gefallen daran. Nun wurde der Tisch aufgestellt. Knapp vor der offiziell angesetzten Eröffnung, sauste Daniel Bösze noch aus dem Go7-Lokal in der Mariahilferstraße 82 vor der der Tisch steht, auf die Straße mit einem USB-Stick: „Da hab ich ein letztes software-Update drauf, ich bin Perfektionist!“

Neugierig

Reingespielt, neu gestartet, und schon begannen die ersten zu spielen – einerseits Go-Spieler aus dem Club –, andererseits Vorbeikommende, die ein bisschen Ahnung hatten wie Kabarettist Leo Lukas sowie – und das ist wohl das Erfreulichste für die Go-Szene – Unbedarfte, die erstmals in dieses Spiel reinschnupperten wie der siebenjährige Paurakh und sein um drei Jahre älterer Bruder Prithibi.

www.go7.at

Bilder...

... von der Eröffnung des Go-Spieltisches

Seit wenige Tagen ... ... steht auf der Mariahilfer Straße... ... im Fußgängerzonen-Teil (vor dem Haus 82 in dem der offizielle Wiener Go-Club untergebracht ist) ... .... ein digitaler Spieltisch... ... auf dem an zwei virtuellen Spielbrettern Go gespielt werden kann... Am Tag der Eröffnung nutzten Prithibi (10) und Paurakh (7)... ... die Gelegenheit, das für sie neue aus China, Japan und Korea kommende Strategiespiel kennen zu lernen. Während sie abwechselnd weiße und schwarze Steinen auf Kreuzungspunkte setzen, schaute ihnen unter anderem Neubaus Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger interessiert zu. Daniel Bösze, Informatiker, programmiert in rund acht Monate langer Arbeit in seiner Freizeit diesen digitalen Spieltisch. Neben dem Spiel selber - für das auch unterschiedlich große Bretter (9x9 Felder für Anfänger_innen, 13x13 für Fortgeschrittene und 19x19) ausgewählt werden können... ... gibt es auch die Möglichkeit, eine Einführung ins Go-Spiel ablaufen zu lassen. Offizielle eröffnet - so mit rotem Band durchschneiden - wurde der nunmehr fixe Spieltisch mit Panzerglas ... ... vom "Vater" des Tisches, Daniel Bösze, sowie Neubaus Bezirksvorsteher, Thomas Blimlinger, ... ... der sich hier durchs Einleitungs-Menü scrollt. Einstiegsbild mit dem Bild ... ... eines alten asiatischen Go-Tisches. Passend zum Spiel, ... ... fabrizierten einige Mitglieder des Go-Clubs und Verwandte... ... ein leckeres asiatisches Buffet... ... mit Kimbap (andere Form von Maki - auf thailändise Art gefüllt), Onigri (Reisbällchen) und Miso-Suppe...
(KiKu) Erstellt am
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