Kiku
06.04.2017

Philosophisch-poetisches Theater: Gilt nix mehr?

"Aus heiterem Himmel": Philosophisches, poetisches Theaterstück im Wiener Kosmos-Theater als Abschluss der "Goodby-Europe-Trilogie".

Wer bin ich? Wo ist hier? Wann ist jetzt? Bist du du? Oder bist du du durch mich in mir? Hochphilosophische Grundfragen eröffnen den zweiten Teil von „Aus heiterem Himmel - Glaubst du an einen Gott?“, den letzten Teil der Trilogie „Goodbye Europe“ im Wiener Komsos-Theater.

Zwischen an Ketten hängenden trapezförmigen Schaukeln, einem Kasten – außen Blackbox , innen aus goldfarbenen Sicherheitsdecken tapezierte glänzende Kabine/Thron oder was auch immer und einem Kanalrohr schweben drei tanzende Nymphen zu sphärischen Klängen, die von Live-Musikern und –Sängerinnen kommt. Im ersten Teil ergänzen ein eher ungeheurer Fisch, im zweiten Teil ein Flieger, beide aus der Black-/Golden-Box das Bühnenpersonal.

Neben den eingangs gestellten grundsätzlichen Fragen werden in den fast zwei Stunden lyrisch und poetisch eher politische Fragen nach friedlichem Zusammenleben von Menschen, Nationen, Zukunft, Demokratie, Freiheit, Utopie verhandelt. Und die häufig in Debatten vorkommende These: Nichts gilt mehr. Das alte revolutionäre Lied vom „Vorwärts und nicht vergessen...“ wird ja in der aktuellen politischen Lage häufig zu einem rückwärts und ja vergessen...

Gegen Ende des ersten Teils vor der Pause tritt jeweils ein – angekündigter – Gast mit eigenen Inputs zum Thema auf. Bei der Premiere war’s der Rapper, Musiker und Graffiti-Künstler Skero, der Anleihe nahm bei einem alten Kinderreim, dem Arik Brauer zu musikalischem Ruhm als „beinhartes Protestlied“ verholfen hatte: Hinter meiner, vorder meiner, links, rechts güts nix... „

Was? Wer? Wann? Wo?

Aus heiterem Himmel
„Glaubst du an einen Gott?“
Letzter Teil der Trilogie Goodbye Europe
Eine Produktion von [artfusion] in Kooperation mit Europe Direct, den Jungen Europäischen Föderalisten sowie dem Europäischen Kulturinstitut

Buch & Inszenierung: Bärbel Strehlau
Nymphe I: Lise Huber
Nymphe II: Christina Scherrer
Nymphe III: Maria Spanring
Fisch/Aljoscha: Boris Popović
Stimme des Spinelli: Giovanni Jussi

Komposition: Adam McCartney
Musiker: Nikolaus Feinig (Kontrabass), Adam McCartney (Orgel)
Chor: Elisabeth Schober, Hanna Kessler, Catherine Hapke
Bühnenbild: Stefanie Muther
Kostüm: Diego Rojas Ortiz
Künstl. Assistenz, dramaturgische Mitarbeit: Wolf Lamsa
Hospitanz: Walter Jungwirt
Produktionsleitung & Kommunikation: Simon Hajós

Wann & wo?
Bis 13. April 2017
Kosmos Theater, 1070, Siebensterngasse 42
Telefon: (01) 523 12 26
www.kosmostheater.at

GÄSTE:

4.4. Skero, Rapper und Musiker
5.4. Eslisabeth Hakel, SPÖ-Kultursprecherin
6.4. Christian Köberl, Generaldirektor Naturhistorisches Museum Wien
7.4. Barbara Klein, Intendantin KosmosTheater
8.4. Friedhelm Frischenschlager, Bundesvorsitzender der Europäischen Föderalisten Österreich und ehem. Verteidigungsminister
11.4. Nana Walzer, Kommunikationsexpertin und Mitherausgeberin: „Die Evolution der Menschlichkeit. Wege zur Gesellschaft von morgen.“
12.4. Bärbel Strehlau
13.4. Martin Kusch, Prof. für Wissenschaftsphilosophie Uni Wien