Leben | Kiku 05.12.2011

Mit der Sonne bauen

© Bild: heinz wagner

Viele "helle" Ideen von Kindern im Workshop des ArchitekturZentrums Wien

Dass Energie auch aus Sonnenstrahlen, Wind, Wasser und sogar der Wärme der Erde gewonnen werden kann bzw. viel mehr noch viel stärker könnte, das wussten etliche der Kids im jüngsten Workshops des ArchtikturZentrums Wien. Zur Einstimmung aufs eigene Bauen sahen sie Bilder von einem Musterhaus in der Wienerwaldgemeinde Pressbaum. Keine günstigen Bedingungen, recht viel Schatten rund um, schmales, schräges Grundstück. Dort setzten die Archtekt_innen auf viel Licht von oben, durch Fenster bzw. Lichtschächte in schrägen Dächern. Auf Holz - außen und innen. Und auf helle Wohnlichkeit.
Mit Holzklötzen, in die Fenster an verschiedensten Stellen gesägt waren, Taschenlampenlicht und Folien spielten und experimentierten die Jüngstarchitekt_innen in der Folge - wo ist's wie hell, wollten sie sehen.

Modelle bauen

Um dann endlich selber ans Werk gehen zu können. Manche allein, andere zu zweit und wieder andere in Gruppen bauten auf je eine Styropor-Grundplatte. Viele, wie beispielsweise Lilly, Gregor, die Schwestern Jasmin und Adeline oder Sarah und Hania setzten auf viel Licht von oben. Manche kombinierten's noch gleich mit einer ganzen Klarsichtfolien-Wand.
Aber nicht nur viel Helligkeit bestimte die Pläne für viele der Bauwerke. Jakob tüftelte gleich an möglichst vielen Energiequellen. Sein Schrägdach verfügt über Sonnenkollektoren, in einer Ecke des Gartens steht ein Windrad zur Stromerzeugung. David dachte sich für eine Klopapierrolle die Funktion einer Sammeltonne für Regenwasser aus, "und das kann dann sogar gereinigt werden".
Ein anderes haus wurde auf Stelzen ins Wasser gebaut, "damit man mit den Wellen Strom erzeugen kann".
Mehrere Jüngstarchitekt_innen, die gleichzeitig Baumeister_innen und Bauarbeiter_innen waren, montierten Solarpanele zum Einfangen der Sonnenenergie auf flexiblen Stangen oder Röhrln - "damit sie sich mit der Sonne mitdrehen können und so viel Energie einsammeln."
Heinz Wagner

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011