Verschiedene Tanzgruppen, -formationen und spontane Mittänzer_innen

© Heinz Wagner

Kiku
09/10/2016

Speis und Tanz

Kinder, Jugendliche und andere tanzten und sangen gegen die Unterdrückung der kurdischen Kultur.

Auf dem Platz der Menschenrechte neben dem Wiener MuseumsQuartier tanzten und sangen Samstag Nachmittag und Abend Menschen zu orientalischen Klängen. Immer wieder war das berühmte „LLLLLLL“, das kurdische „Jodeln“, zu hören. Neben Tänzen in verschiedenen Trachten und kurdischen Gewändern konnten scharf gefüllte Fladenbrote oder köstliche Linsennockerln verkostet werden. Tee in den bekannten kleinen geschwungenen Gläsern durfte natürlich nicht fehlen.

Der Kulturnachmittag stand – ebenso wie das 1. Kurdische Kulturfestival in Österreich kommende Woche in St. Pölten – unter dem Motto: Frieden durch Kultur erleben, Kultur erzwingt Frieden. Die Veranstalter_innen wollen mit diesen Aktionen einerseits die völkerverständigende Wirkung von Kultur und Kulinarik zeigen, aber natürlich auch auf die Unterdrückung ihrer Kultur in der Türkei und anderen Ländern hinweisen. Abgesehen vom Beschuss kurdischer Städte und Stadtviertel in der Türkei, griffen türkische Einheiten jüngst auch Dörfer und Städte in Städte der demokratischen Selbstverwaltung in Nordsyrien an.

Hungerstreik in Diyarbakır

In Diyarbakır in der Türkei sind derzeit rund vier Dutzend Abgeordnete – vom Parlament bis zu Gemeinderät_innen – in einem Hungerstreik. Sie verlangen nicht zuletzt, dass seit fast zwei Jahren endlich wieder Familienmitglieder den im Gefängnis inhaftierten PKK-Chef Abdullah Öcalan besuchen dürfen.

... vom kurdischen Kulturzelt am Platz der Menschenrechte, MQ, Wien

Festival in St. Pölten, Theaterstück in Wien

BeimKurdischen Kulturfestival in St. Pöltentreten
am 17. September 2016
im VAZ Kelsengasse
Kultur- und Tanzgruppen aus vielen Bundesländern auf.

Infos: hier

Theaterstück: Qêrîn

Stück im Theater Akzent, Wien

Qêrîn, vom Ensemble Theatrapotamîa (in kurdischer Sprache)
Das Theaterstück “Qêrîn“ erzählt von Geschichten über Krieg und Frieden und handelt vom Leid, der Trauer und dem Verlust einer von Krieg gezeichneten Gesellschaft. Mittels Parallelen zur griechischen Mythologie wird auf den immerwährenden Konflikt von Mächtigen und Un-Mächtigen, aufmerksam gemacht. In einzelnen Szenen werden Alltagserfahrungen von Menschen dargestellt, die sich mit der Bitterkeit von Kriegsleid konfrontiert sehen und von ihrem Schmerz erzählen. Gleichzeitig legt “Qêrîn“ mit seinen humorvollen Einlagen, Augenmerk auf die zwischenmenschliche Dynamik die sich durch Vergebung, Liebe und Verständnis füreinander auszeichnet.

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