„Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch“: Der etwas andere Lehrer

hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch
Foto: Little Dream Entertainment Szenenfoto aus dem Film "Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch"

Kinder- und Familienfilm „Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch“ läuft am 11. August in österreichischen Kinos an. Zusätzlich ein Bericht zweier Jungreporterinnen, die den Film auch gesehen haben.

Von 270 verschiedenen Art von Fröschen erzählt Sita während sie sich die Zähne putzt – sie bereitet sich auf ihr Referat in der Schule vor, das ursprünglich von Katzen handeln sollte. Doch was in der Klasse passiert - nun, das legt der Titel des Films nahe: „Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch“. Franz, so heißt der sympathische, junge Lehrer (gespielt von Jeroen Spitzenberger), scheint es schlecht zu werden – als müsste er sich übergeben, seine Finger werden dicker und grün – der Lehrer verschwindet. Dafür hüpft plötzlich ein Frosch in die Klasse.

hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch Foto: Little Dream Entertainment Den Zusammenhang realisiert zunächst niemand außer die eingeweihte Sita. Erst im Verlauf des Films wird nach und nach allen klar, bzw. niemand der zunächst wenigen Eingeweihten kann das Geheimnis für sich behalten: Der Lehrer wird immer wieder zum Frosch – und das beginnt dann, wenn von diesen Amphibien die Rede ist. Für die Rückverwandlung reicht übrigens eine Fliege, am besten eine dicke, fette. Verspeist der Frosch eine solche, wird er wieder zum Menschen.

DER Feind

Natürlich kann das nicht alles rund laufen, es braucht ja Spannung, also muss eine Gefahr drohen. Die kommt vom neuen strengen Direktor, der den jungen, eher lockeren Lehrer bald einmal auf seiner Abschussliste hat; und obendrein Storch (im Buch Klapper) heißt – nicht zufällig, wie sich im letzten Drittel des Films herausstellen wird. ;)

hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch Foto: Little Dream Entertainment Die Geschichte baut auf dem Kinderbuch „Das Geheimnis von Lehrer Frosch“ des niederländischen Zeichners und Autors Paul van Loon auf, der auch Co-Autor des Drehbuchs ist. Dieser ist ansonsten in erster Linie durch Grusel-Storys für Kinder bekannt. Regisseurin Anna van der Heide hat die Grundgeschichte für die eineinhalbstündige Kinoversion vor allem um die Beziehung zwischen Sita (großartig Yenthe Arwen Bos) und ihrer Mutter Cecile (Georgina Verbaan) erweitert – die Mutter hat (fast) nie Zeit und kaum Aufmerksamkeit für ihre Tochter, die sehr selbstständig handelt/handeln muss. Weiters kommt eine sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen dem Frosch-Lehrer und einer Kollegin hinzu (die sich im Buch, nicht im Film auch verwandeln kann), wobei in manchen Szenen auch ein gewisses Knistern zwischen dem Lehrer und Sitas Mutter anklingt.

Kinderjury-Lob

Die Kinderjury des Internationalen Kinder-Filmfestival Wien meinte im Vorjahr über „Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch“: „Wenn man realistische Geschichten lieber mag als fantasievolle, wie diese, dann findet man vielleicht manches in diesem Film übertrieben. Aber wenn man sich in den Film fallen lässt, dann macht die Verwandlungsgeschichte Spaß und man entdeckt auch noch andere Themen wie etwa Eltern-Kind-Beziehungen (Mutter – Tochter), Schule bzw. Unterrichtsmethoden (Lehrer – Direktor) oder Liebe (Lehrer – Lehrerin). Hauptfigur Sita muss sich nicht nur um sich selbst und ihre Mutter, sondern auch um den Lehrer bzw. den Frosch kümmern. Die Kamera zeigt die Welt daher häufig aus ihrer Perspektive, z.B. als sie sich unter dem Schreibtisch des Direktors versteckt. Auch die Szenen mit ihrem Freund Wouter und seiner chaotischen Familie sind witzig und zeigen sehr schön die Freundschaft der beiden (Tierhandlung!). Die spannenden Szenen am Ende des Films werden durch den Einsatz von Zeitlupe und die Musik noch spannender. Ein cooler Film, vor allem natürlich für Frosch-Fans!“

Auf Fantasie bauen

hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch Foto: Little Dream Entertainment Für die Szenen der Verwandlung des Lehrers in den Frosch machte sich die Filmcrew im Vorhinein folgende Gedanken, die sie im Presseheft zum Film preisgeben: Soll die Verwandlung von Mensch zu Frosch vollständig - natürlich nur mittels Computeranimation (!) - gezeigt oder sich großteils in den Köpfen der Zuschauer_innen abspielen?

Lehrer-Darsteller Spitzenberger: „Wir hatten uns entschlossen, nur einen Teil des Verwandlungsprozesses zu zeigen und hier mit einem Zusammenspiel von CGI-Effekten und Schauspiel zu arbeiten. Dinge, wie hervortretende Augen, sind zum Beispiel jenseits meiner Schauspielkünste, hier brauchte es Spezialeffekte. Um nicht allzu viel CGI in den Film zu integrieren und die Verwandlung kindgerecht zu gestalten, haben wir einen Teil der Transformation übersprungen. Dinge wie schrumpfende Arme und Beine werden nicht dargestellt, sondern bleiben der Phantasie überlassen. Am Ende sieht man nur das Ergebnis: Den Frosch.“

hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch Foto: Little Dream Entertainment Regisseurin Anna van der Heide begründet den Verzicht der computeranimierten Darstellung des kompletten Verwandlungsprozesses so. „Das ist nicht die Art von Spannung, auf die es in dem Film ankommt. Wir wollten uns darauf konzentrieren, wie die Welt um Herrn Franz und seine Schülerinnen und Schüler reagiert. Und ich glaube, es ist viel aufregender, sich nach der Verwandlung zu fragen ‚Habe ich wirklich das gesehen, was ich denke, gesehen zu haben?‘, statt tatsächlich jedes kleine Detail darzustellen.“

25 Frösche

hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch Foto: Little Dream Entertainment Neben Sita und dem Lehrer ist die Hauptfigur eine eher unberechenbare. Für den Frosch konnte Rogier van Rossem, Biologe, Vorsitzender der niederländischen Froschvereinigung und Froschfan, gewonnen werden. Die Regisseurin: „Du kannst einen Frosch nicht im herkömmlichen Sinne trainieren. Aber durch die Schaffung der bestmöglichen Umstände kannst du deine Chancen auf Erfolg erhöhen. Wir hatten 25 verschiedene Frösche, jeder mit seinen eigenen Qualitäten, und Rogier konnte sie tatsächlich alle voneinander unterscheiden! Zweijährige australische Baumfrösche für die Spring-Szenen, vierjährige Frösche für die Nahaufnahmen und sogar einen älteren Zwölfjährigen für die still sitzenden totalen Aufnahmen.“

Die Dreharbeiten mit den Tieren erwiesen sich auch als lehrreich, meinte Sita-Darstellerin Yenthe Arwen Bos. „Wenn das Wetter kalt ist, färben sich die Frösche bräunlich, also konnten wir nur mit Fröschen arbeiten, wenn das Wetter schön war. Dann sind sie nämlich am grünsten.“

Zur Absicherung, falls der Frosch/die Frösche nicht mitspielen sollten, ließ das Filmteam einen mechanischen Frosch für Notfälle bauen – der dann fast nie zum Einsatz gekommen ist.

Super-Darstellerin

hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch Foto: Little Dream Entertainment Die junge Hauptdarstellerin wird über ihre Arbeit im Presseheft so zitiert: „Ich mag es sehr zu schauspielern und war im Vorfeld auch kaum aufgeregt, weil ich bereits andere Rollen gespielt hatte. Natürlich stellt man jedes Mal einen anderen Charakter dar, aber man kann eine Rolle immer auch ein bisschen so spielen, wie man tatsächlich ist. Denn in jeder Rolle steckt etwas, was einem selber ähnelt. Ich denke, ich bin schon ein bisschen wie Sita, aber ich bin kein ganz so großer Tier-Fan wie sie. Es ist nicht so, dass ich Tiere nicht mag, aber ich müsste nicht unbedingt vier Sittiche und fünf Meerschweinchen bei mir zu Hause haben.“

Perspektive

Der Frosch – als ein zentrales Merkmal des Andersseins von Lehrer Franz – spielt in diesem Film weitere vielfältige Rollen – von der dominierenden, aber nie zu aufdringlichen grünlichen Farbgebung und -gestaltung vieler Szenen bis hin zur Kameraperspektive – immer wieder von weit unten.

Der Film ...

... aus der Sicht zweier Jungreporterinnen

hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch Foto: Little Dream Entertainment Das kleine Mädchen Sita lebte relativ normal, mit ihrer Mutter in einem kleinen Haus am Flussufer bis sie das Geheimnis ihres Lehrers Franz herausfindet. Sein Geheimnis ist, dass er manchmal zu einem Frosch wird. Er verwandelt sich immer dann, wenn jemand von Fröschen redet und/oder er an Frösche denkt.

Noch brenzliger wird es jedoch, wenn der neue Direktor, Simon Storch, in die Schule, die Arche heißt, kommt. Er mag Herrn Franz’ Unterrichtsmethoden gar nicht. Er hat, wie sein Name schon sagt, ein Storch-Gen das vererbt wurde. Der Direktor schreibt immer Verwarnungen auf, und wenn der Lehrer Franz noch einen Fehltritt macht, dann wird er sofort aus der Schule geworfen.

Das wollten seine Schülerinnen und Schüler jedoch gar nicht und Susann, die Lehrerin der Klasse nebenan, wollte es auch auf gar keinen Fall. Sitas Mutter ist Tierärztin, hat einige Tiere in Käfigen und darunter ist auch ein Storchweibchen. Der Direktor kam einmal dorthin, um mit Sitas Mutter zu reden, und dabei entdeckte er das Strorchenweibchen und hat mit ihm geredet - aber eben auf Storch-Art, also mit klickenden Lauten. Ab diesem Zeitpunkt besuchte er immer den Storch.

Eines Tages fanden Sita und ihr Freund Wouter das Fahrrad ihres Lehrers neben einem Tümpel. Sie riefen ihn und dann tauchte er langsam aus dem Tümpel auf. Er war voller Wasserpflanzen und Unkraut und stank nach Moder. Sie brachten Herrn Franz in die Schule und dort brachte Sita Kleidung für ihn. Danach bekam sie eine Verwarnung und Herr Franz auch, da es eine rosa Jogging-Hose war, die dem Direktor nicht angemessen erschien. Am Ende war Herr Franz gerade bei Susann und sie wollten sich gerade küssen. Doch dann kam Sita und kurz vor dem Moment klopfte sie ganz laut am Fenster und machte Herrn Franz zum Frosch und entführte ihn. Sie brachte ihn zu ihr nach Hause und dort wurde er wieder zum Mensch indem er eine Fliege fraß. Dann  gingen alle zum Schulfest und dort...
Wenn ihr erfahren wollt, wie es weitergeht, dann schaut euch doch den Film „Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch“ an.

hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch Foto: Little Dream Entertainment Wir fanden den Film gut, spannend, lustig und cool und empfehlen ihn weiter.
Zahra Jasmin H., 9
Angelina Harranth, 10

Video

Trailer zum Film "Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch"

(kiku) Erstellt am
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