Szenenfotos aus "Ella und das große Rennen"

© Einhorn-Film

Familienfilm
08/26/2014

"Ella": Film verliert Rennen gegen Buch

Der Film enttäuscht - verglichen mit Timo Parvelas großartiger Buchserie.

von Heinz Wagner

Wwwwrrrruuuuuummmmh, wwwrrrruuuuuummmmh, wwwrrrruuuuuummmmh und rasend schnell vorbeiflitzende Straßenstücke, in die Namen reinfliegen und wieder zum Teil wie bei Unfällen von der Straße gefetzt werden. Autorennen. Darum dreht sich vieles, vielleicht ein wenig zu vieles in „Ella und das große Rennen“.

Die Story

Eine Kleinstschule in einem finnischen Dorf soll – ebenso wie die gleichfalls hölzernen Wohnhäuser – platt gemacht werden. Herr Yksi will nämlich für seinen Sohn Kimi hier eine Formel1-Rennstrecke bauen lassen. Ella, Pekka, Hanna, Tiina, Timo, Mika und Rambo, die Kinder der 2. Klasse dieser Schulen wollen das nicht, auch wenn Ella an Kimi Gefallen findet. Anna, Kimis Schwester, sympathisiert ein wenig mit den Kindern, die fest zusammen halten. Ihr gemütlicher, bequemer, verträumter Lehrer lädt zum Basteln in seinem Garten – Schilder und Plakate für eine kleine Kundgebung gegen den Schul-Abriss. Ansonsten liegt die Initiative des Kampfes gegen die Autorennstrecke aber bei den Kindern. In verschiedenen (erwachsenen) Verkleidungen versuchen sie auf anderen Wegen ihr Ziel zu erreichen.
Am Ende schlagen sie ein Wettrennen vor – für das sie höchst ungewöhnliche Ideen entwickeln. Mehr sei nicht verraten.

Leider...

... kommt der Film nicht an die Qualität der Bände der Ella-Buchreihe von Timo Parvela, dem Autor, heran. Diese zeichnen sich neben den Geschichten vor allem durch viel Sprachwitz und Humor aus. Im Film sind die meisten Figuren eher flach, ja beinahe eindimensional gezeichnet.

Für Autorenn-Freaks können vielleicht die Raser-Szenen auf dem kleinen „Heim“-Parcours von Kimi recht nett sein. Für alle anderen bietet die eine oder andere Szene in der kleinen Landschule, der großen eher unpersönlichen Lernfabrik, die allen droht, oder die eine oder andere aberwitzige Verkleidung Kinospaß. Und vielen mag der Kern der Story: „Niemals aufgeben!“ ein bisschen Hoffnung geben.

www.ella-filme.de/

Das Filmmagazin Artechock hat im Vorjahr beim KinderFilmFest München Kinderreporter_innen eingeladen, Berichte zu verfassen. Über „Ella und das große Rennen“ schreiben sie unter anderem:

Nie aufgeben
Ella, das Mädchen der zweiten Klasse, das sehr an seiner Schule hängt, gibt die Hoffnung nicht auf… Viele schwierige Probleme z.B. Zerstörung des Dorfes stehen bevor. Der Streit um die kleine, schon fast niedliche Schule mit einer einzigen Klasse beginnt. Doch Ella lässt sich nicht unterkriegen. Der Lehrer ist verrückt, die Schüler sind verrückt, alle sind verrückt.
Meine Meinung: Der Film ist verrückt und deshalb ab 5 Jahren zu empfehlen. Der Film ist lustig und deshalb ohne Ecken und Kanten. Ende gut, alles gut. Der Film erhält 5 von 5 Sternen. (Nelson, 9 Jahre)

Ella und ihre Freunde
Es geht um eine Klasse, die einen sehr tollen Lehrer hat. Der schläft im Unterricht nämlich ein. Ein Formel1-Fahrer will die Schule abreißen und eine Formel1-Bahn bauen. Der Lehrer und die Kinder wollen aber nicht, dass die Schule abgerissen wird und deswegen lädt der Lehrer die Kinder zu sich nach Hause ein. Dort basteln sie Schilder, auf die sie schreiben, dass die Schule nicht abgerissen werden soll. Am nächsten Tag stehen große Bagger vor der Schule, die für den Abriss der Schule verantwortlich sind. Damit die Schule stehen bleibt, müssen sie ein Rennen fahren. Wenn ihr wissen wollt, wie der Film ausgeht, müsst ihr ihn euch anschauen.
Meine Meinung über den Film: Mir hat er sehr gut gefallen und ich hoffe, dass ihr euch den Film auch anschaut. Ich würde den Film ab 6 empfehlen. Im Vergleich zum Buch finde ich, dass der Film spannender erzählt wird. Meine Lieblingsstelle ist die, als die Klasse mit dem Lehrer die Schilder bastelt. Der Film erhält 5 von 5 Sternen. (Amelie, 9 Jahre)

Ella und ihre Freunde - zum LACHEN!
Ella lernt in einer ganz einfachen Schule mit ihren 6 Freunden: Pekka, Tiina, Hanna, Timo, Rambo, Mika und einem ganz tollen Lehrer, der im Unterricht einschläft. Diese Schule soll abgerissen werden – von Mister One, einem ganz reichen Typen mit einem Sohn, EF, der immer denkt, er sei der coolste. Aber der hat auch noch eine Tochter…
Die 7 Freunde sind mit einem Rennen einverstanden, das Mr. One vorgeschlagen hatte – wenn Ella & Co. gewinnen, wird die Schule NICHT abgerissen. Wenn EF gewinnt, WIRD sie abgerissen. Wer gewinnt wohl? Wenn ihr es wissen wollt, schaut den Film an oder lest das Buch!
Der Film wird in Finnland gedreht und kommt ursprünglich aus der Buchreihe „Ella and Friends“ von Timo Parvela. Ich finde, dieser Film ist sehr gelungen: Er ist sehr lustig und lebhaft. „ELLA und ihre Freunde“ würde ich ab 5-6 Jahren empfehlen. Der Film erhält 5 von 5 Sternen.(Yaelle, 10 Jahre)

Schule
Der Film handelt über eine Schule, die abgerissen werden soll. Aber die Schüler und der Lehrer lassen das nicht zu und sie halten zusammen. Aber wie sie das machen, ist eine Überraschung. Meine Meinung ist: Der Film ist lustig. Ich empfehle ihn ab 6 Jahren. Der Film erhält 4 von 5 Sternen. (Fabian, 8 Jahre)

Ella und ihre Freunde
Ella und ihre Freunde ist ein lustiger und spannender Film. Es handelt sich um eine kleine Schule, die abgerissen werden soll. Die Schüler kämpften darum, dass die Schule nicht abgerissen wird. Wenn ihr das Ende wissen wollt, dann schaut ihn euch an. Der Film hat mir sehr gut gefallen. Der Film erhält 4 von 5 Sternen. (Leonard, 10 Jahre)

Ella und ihre Freunde
Ellas Schule soll abgerissen werden. Sie und ihre Freunde wollen das verhindern, deswegen müssen sie ein Rennen fahren. Sie schaffen es nur, weil alle zusammen halten und nie aufgeben wollen. Wenn ihr wissen wollt, wie der Film ausgeht, müsst ihr den Film angucken. Ich finde den Film sehr lustig und spannend, weil Ella und ihre Freunde immer zusammenhalten und nie aufgeben wollen. Meine Lieblingsstelle war als Ella und ihre Freunde immer zusammengehalten haben. Der Film erhält 5 von 5 Sternen. (Helena, 9 Jahre)

Ella und ihre Freunde – meine kleine Schule
Bei dem Film ging es um ein Mädchen, das hieß Ella. Sie hatte sechs Freunde und sie lernen in einer kleinen Schule. Da gab es einen Mann, der hat die Schule gekauft und wollte die Schule abreißen, denn er wollte eine Rennbahn bauen. Das haben sie natürlich erfahren und sie mussten in eine andere Schule. Diese Schule hat ihnen gar nicht gefallen. Sie haben versucht, die kleine Schule zu retten. Sie haben Schilder gebastelt und haben sich mit den Schildern in der Hand vor der kleinen Schule aufgestellt und haben protestiert. Dann haben sie mit Herrn One um ihre Häuser und um die kleine Schule gewettet mit einem Rennen. Mir hat der Film sehr gut gefallen, weil er witzig, cool und unterhaltend war. Meine Lieblingsszene war die am Ende beim Wettrennen, als sich die Hunde von der Leine gerissen haben und das Auto somit keinen Motor hatte. Der Film erhält 5 von 5 Sternen. (Zeba, 11 Jahre)

www.arteschock.de

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